öffnete die gewaltige Eichenthür. Wie das knarrte und dröhnte in der ungeheuren Stille! Nun ſtrömte das Mondlicht voll herein, und die friſche, ſüße Sommer⸗ nachtsluft wehte und ſäuſelte durch die Thüre. Aber noch immer kein Tritt, noch immer kein Wagen. Nur die alten, ſchwerbelaubten Bäume in der Mitte des Square's hatten gerauſcht. Wie prachtvoll ſtanden die ſtolzen Stadthäuſer des engliſchen Adels ringsum im Kreiſe! Wie hing die ſilberne Helligkeit des Mondes an den majeſtätiſchen Säulen, an den ſtattlichen Balcons, an den kunſtreich geſchmückten Facaden! und ſo ſtille war es, ſo leiſe ſchauerten die Bäume. Dort drüben hinter dem dichten Jasmingebüſch lag das Haus der Lady Caſtlemere. Man ſah nur das oberſte Stockwerk. Die Fagade kehrte ſich dem Park zu, in welchem es lag, und die Hinterſeite, welche den Square überſchaute, war von Gepüſch und hohen Ulmen bedeckt.„Das Haus war ein Nagel zum Sarge meiner gnädigen Frau. Erſt heirathet man einen guten alten Lord, und dann ſucht man ihn zur Welt hinauszuärgern. O! Jugend iſt ein gut Ding, und Schönheit iſt auch ein gut Ding, aber Jugend und Schönheit und Schlechtigkeit zuſammen — Gott verzeih mir die Sünde, ich will nichts Böſes über meine Herrſchaft denken, aber über dieſen Hallun⸗ ken von einem Dienſtmann, dieſen Franzoſen, dieſen
Schelm, dieſen— wie nennt Ihr ihn.... dieſen Jac⸗ ques— dieſen Paturot will ich denken, was ich Luſt
habe. Seit dieſer Franzoſe dort im Hauſe iſt, iſt gleichſam der Teufel los. Vornehme Leute können ja thun, was ſie wollen, vornehme Ju dürfen ſündigen und freveln
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