Teil eines Werkes 
1. Buch (1863)
Entstehung
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wiſſen wir nicht. Aber wir haben Grund, daran zu glauben, denn Sam Slender ſprach gern davon, und am lisbſten beim Weine. Er zweifelte nicht daran, daß ſein Plan ſich ſeiner Zeit verwirklichen werde, und wir ſelber zweifeln nicht daran. Vorläufig freilich reichte ſeine Herrlichkeit nicht weiter als bis zu den beiden be⸗ wußten Fenſtern mit der Ausſicht auf die Themſe. Aber Hintergrunde war der reiche Onkel aus Oſt⸗ indien mit dem Schwarzen und den vielen Häuſern. Und meint Ihr nicht, daß unſer bewunderter Thackeray Recht hat, wenn er von Heinrich dem Achten oder Blaubart ſagt, ſie könnten lebten ſie heute und wollten ein zehntes Weib haben leicht noch immer das hübſcheſte Mädchen bekommen, welches die Saiſon aufzuweiſen hat? Ihr ſollt ſehen, er hat Recht. Wir wollen von unſerem Freunde Sam, der weder ſehr gut noch ſehr bös iſt, nicht ſagen, daß er ein Blaubart ſei, o nein! wir wollen nur ſagen, daß Freund Sam, wenn er fortfährt, ſeinem alten braven Onkel die Cour zu machen, dieſer nicht allzulang mehr lebt und ſeinen langen dünnen Neffen zum Erben einſetzt, den gegrün⸗ detſten Anſpruch auf eine ſchöne und reiche Dame hat. Die gutmüthige Mittelmßigkeit, ſei ſie nebenbei ſo närriſch, als ſie will, erreicht ihr beſcheidenes Ziel, die Planmäßigkeit und reſpectable Speculation erreicht das ihre. Was aber auf halbem Wege zuweilen kommt ſie auch nicht einmal ſo weit niedergeworfen, zer⸗ treten und zerknickt wird, das iſt die Großherzigkeit, welche es wagt, der orthodoren Welt ihre Thorheit, ihr Unrecht, ihre Sünde in's Geſicht zu ſchleudern, die