Teil eines Werkes 
1. Buch (1863)
Entstehung
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den. Er hatte in ſeinem Leben noch nicht Abſchied ge⸗ nommen. Ob dieſe ſeltſame Abneigung gegen eine füt den gebildeten Menſchen faſt unvermeidliche Ceremonie in ſeiner Gutmüthigkeit, die ſich und Andern gerne jeden Schmerz erſparen wollte, oder in ſeiner Schüchternheit, oder in ſeiner gegen den Widerſpruch wehrloſen Natur ihren Grund hatte, wiſſen wir nicht zu ſagen. Gewiß iſt nur, daß er ſich aus dem Elternhauſe jedesmal heim⸗ lich, bei Nacht und Nebel, fortgeſchlichen hatte, wenn die Ferien zu Ende waren; und daß er bei Staatsvi⸗ ſiten, die er zu machen hatte, den Augenblick benutzte, wo neuer Beſuch kam, um aus der Thüre, durch welche derſelbe eintrat, unbemerkt zu entwiſchen. Die Hinter⸗ liſt und Schlauheit, welche ſein ſonſt ſo harmloſes Ge⸗ müth in dieſem Punkte entwickelte, waren in der That unberechenbar Wie geſagt, Mr. John war gegangen, ſehr zur Verwunderung der drei Damen, die keinen rechten. Grund für dieſe eigenthümliche Flucht fanden. Mr. Sam Slender jedoch, mit hochrothen Wangen und überaus lebhaften Augen, erklärte ſich bereit, das Glas des geſchiedenen Freundes neben dem ſeinigen zu über⸗ nehmen.O! rief er,ſchenkt mir ein und rückt heran, ich werde Euch Geſchichten erzählen von meinem alten reichen Onkel, der aus Oſtindien zurück⸗ gekommen iſt, und von ſeinem Schwarzen, den er mit⸗ gebracht hat, und von ſeinen vielen Häuſern in London.

Ob Mr. Sam Slender auch von ſeiner Abſicht ſprach, ſich bei paſſender Gelegenheit mit der veichſten und ſchönſten Dame Großbritanniens zu verheirathen, vorausgeſetzt, daß ſich eine ſolche bereit dazu finde,

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