und am Höchſten ſchätzte, das war ein Herz, ſolch' ein gutes, freundliches, harmloſes Herz, wie Mr. John eines beſaß. Seltſam genug,— aber es iſt nicht der Fehler dieſer Geſchichte, noch die Schuld deſſen, der ſie erzählt— daß ſolch' ein Herz mit der etwas niedrigen Stirn, den etwas ſimplen Angen und der etwas komi⸗ ſchen Perſon unfres guten, treuen Mr. John verbunden ſein ſollte. Fragt Euch ſelber, Ihr— die Ihr dieſe Blätter leſet— ob man heutzutage einem Menſchen noch ein Compliment damit macht, wenn man von ihm ſagt, er ſei ein guter Menſch? Reichthum, Rang, Schönheit und Erfolg— das ſind die Worte des Ta⸗ ges. Aber ein guter Menſch— pah, Ihr zuckt die Achſeln! Ein guter Menſch iſt faſt immer auch ein närriſcher Menſch in unſern Augen; Keiner wird öfter ausgelacht, Keiner mehr verſpottet. Und wir ſind darin nicht beſſer, als alle Andern, wir lachen und ſpotten mit ihnen.... aber das ſoll uns nicht verhindern, je⸗ den guten Menſchen und wär' er noch ſo närriſch, zu lieben, und Dich auch, Du guter, treuer John!
Alſo Mr. John hatte eine neue Flaſche Champagner gefordert.
Ehe dieſe aber kam und während die Damen ſich über den Tiſch beugten, um eine Brillantnadel zu be⸗ wundern, welche George Meadows an der Bruſt trug, war Mr. John verſchwunden. Mr. John war ſonſt kein Menſch von leidenſchaftlicher Gemüthsart; aber eine Leidenſchaft hatte er doch, die nämlich: aus jeder Geſellſchaft, noch ſo groß oder noch ſo klein, noch ſo luſtig oder noch ſo traurig, ohne Abſchied zu verſchwin⸗


