gemäß, ein. Er war ſo eifrig, Alles zu beſtätigen, was hier geſagt ward und auf Alles zu trinken, was man proponirte, daß ſeine gutmüthige Seele den äußerſten Grad von Weichheit erreichte.„O!“ ſagte er,„es iſt mir Alles gleich. Trinkt— ſtoßt an— macht, was Ihr wollt.“ Dann fing er an laut zu lachen— hielt plötzlich inne und gab einige unartikulirte Töne von ſich, wie ein Bauchredner. Hierauf ſah er mit ſeinen kleinen, ſchwarzen Augen Einen nach dem Andern an, zupfte ſeine Cravatte würdevoll zurecht und fragte ſeine Nachbarin:„Sind Sie glücklich?“ Dieſe lächelte ſehr traurig zu der wunderlichen Frage, aber Mr. John, ohne ihre Antwort abzuwarten, ſagte:„O, es iſt mir ganz gleich!“ und forderte neuen Champagner.
Mr. John Crawford war ein ſehr beſcheidener Menſch, wie die Leſer bemerkt haben werden. Er glich in dieſem Punkte jenem Magiſter der freien Künſte, von welchem unſer ehrbarer Freund Dick Steele erzählt, daß er mit einer Empfehlung für eine Caplansſtelle in die Stadt gekommen, aber da gerade keine leer geweſen, ſich mit der eines Poſtillons begnügt habe. Was ihm in unſern Augen und für die einfache, aber traurige Geſchichte, die wir hier zu erzählen haben, einen Werth verleiht, iſt ſeine treue Freundſchaft, ſeine liebevolle Er⸗ gebenheit für George Meadows, mit welchem er in Orford mehrere Jahre lang zuſammen geweſen. Es iſt keine Frage, daß George Meadows geiſtig in jeder Beziehung über ſeinem beſcheidenen Freunde ſtand; aber was George Meadows in dem eigenthümlichen Ver⸗ hältniſſe, in welchem er ſich befand, am Meiſten ſuchte
Straßenſängerin I. 2


