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es in fröhlicher Geſellſchaft ein Glas zu trinken. Wie ſie denn heiße?„Madame Hortenſe“ erwiderte ſie. Darauf erzählte er ihr, daß er von ſeinem Zimmer die Ausſicht auf die Themſe habe, und Madame Hortenſe fragte ihn, ob er denn neulich die große Friedensproceſ⸗ ſion geſehen habe, die von Weſtminſter nach St. Paul zu Waſſer gefahren? Ha, ha— ſagte ſie— ſie müſſe ſich todtlachen, wenn ſie an dieſe närriſchen Herolde denke mit den langen Trompeten und an den Wappen⸗ könig mit den wunderlichen Schildern und Gewändern, und wie er ſeine Botſchaft von dem großen Pergament heruntergegurgelt habe. Und dann trank ſie ein anderes Glas leer und ſagte, Engländer und Frarzoſen ſeien jetzt Brüder und London ſei ihr jetzt faſt ſo lieb als Paris und wenn ſie vorhin das Gegentheil behauptet habe, ſo ſei das nur geſchehen, um ihn zu ärgern: wozu ihre Freundin gegenüber traurig den Kopf ſchüt⸗ telte.„Ach! die ſchönen, ſchönen Boulevards!“ ſeußzte ſie,„und das luſtige Holz von Boulogne!“ Aber Mr. Sam Slender behauptete, es ſei hier eben ſo ſchön und eben ſo luſtig und ſie ſollten nur fleißig trinken und wenn ſein reicher Onkel aus Oſtindien, welcher jetzt in Taviſtock⸗Square wohne, geſtorben ſei und ihn zu ſeinen Erben eingeſetzt habe, ſo wolle er die ganze Geſellſchaft. einladen, mit ihm nach Paris zu reiſen. Und die drei Franzöſinnen ergriffen die Gläſer und ihre ſchwermuths⸗ vollen dunklen Augen flammten und ihre bleichen, zar⸗ ten Wangen rötheten ſich und ſie riefen:„Es lebe Pa⸗ ris! Es lebe das ſchöne Frankreich!“
Mr. John Crawford ſtimmte, ſeiner Gewohnheit


