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Nein, wir werden das nicht erlauben, ſchrie und heulte der ganze Haufe.
Ihr werdet es erlauben müſſen, ſagte der Prieſter, denn der Kaiſer hat es befohlen, und Ihr ſeid dem Kaiſer allein Gehorſam ſchuldig, nicht mehr dem heiligen Vater zu Rom, auch nicht mehr Euren Seel⸗ ſorgern und Geiſtlichen. Der Kaiſer allein iſt Euer Herr, ihm allein habt Ihr zu gehorchen, und wenn er das heilige Gebäude dort den Juden verkaufen will, ſo dürft Ihr nicht murren, wie auch die frommen Clariſſinerinnen nicht murren dürfen, die der Kaiſer heute austreibt aus ihrer heiligen Heimath, die ſie ſich erkauft haben mit ihrem Gelde
und den Gelübden ihres Herzens, welche ſie Gott dargebracht. Ihr
Geld behält der Kaiſer, und von ihren Gelübden gegen Gott ent⸗ bindet ſie auch der Kaiſer, und ſtößt die armen Lämmer des Herrn hinaus in die Welt und macht ſie zu Märtyrern. Oh, wir Alle werden unter dieſem freiſinnigen Kaiſer, der die Heiligen verſpottet, und die Prieſter verhöhnt, Märtyrer werden müſſen unſers Glaubens. Aber wir werden es dulden in freudiger Begeiſterung, denn wir
werden dulden für Gott und unſere Kirche. Seht nur, da kommen
ſte einher gewallt, die frommen Märtyrerinnen der neuen Zeit! Seht nur die Dulderinnen, denen man verbieten will, ihrem Gott zu dienen.
Und mit weit ausgebreiteten Armen, das Antlitz von Thränen überfluthet, deutete der fanatiſche Prieſter hinüber nach dem Kloſter. Die Pforten deſſelben hatten ſich eben geöffnet, und in feierlichem
Schweigen verließen die Nonnen das Kloſter, deſſen Pforte ſie nun
nie wieder überſchreiten ſollten. Voran ſchritt die Priorin, in ihrem weißen Ordenskleid, das Haupt umweht von dem langwallenden Schleier, das von Thränen überfluthete bleiche, vom Alter durchfurchte Antlitz gen Himmel gewandt, die Hände, welche das große goldene
Crueifix hielten, feſt an die Bruſt gedrückt. Paarweiſe folgten ihr die
Nonnen, voran die alten, im Dienſt des Herrn ergrauten, hinter ihnen die jungen, und dann die Novizen. Es war ein langer feierlicher Zug, der unter dem Schweigen der tiefen Rührung des Volks, aus dem Kloſter hinaus trat auf die Straße, um ſich ſelber die letzte CEhre zu erzeigen, und ſich ſelber zu begraben!
Vor den kaiſerlichen Commiſſarien machte der Zug Halt. Eine
athemloſe Stille trat ein. Mit gefaltenen Händen, mit von Thrän
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