Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 2. Band (1857)
Entstehung
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meine wo es Ew. Majeſtät vergönnt ſein würde, Ihre Gedanken zu Thaten taiſer: zu machen! llagen Und jetzt iſt dieſe Zukunft zur Gegenwart geworden! rief Joſeph rreichs glühend. Jetzt beginnt der große Kampf, der wiederhallen ſoll in loſter⸗ allen Klöſtern, in allen Kirchen und in allen Burgen und Schlöſſern. üherer— Das Mittelalter wollen wir ausrotten in Oeſterreich mit Stumpf und , mit Stiel, und das Feudalweſen, und die Hierarchie, die Prieſter und die ad die Adelsherrſchaft wollen wir abſchütteln, wie der Löwe die läſtigen In⸗ Vollen ſecten abſchüttelt, die ſich in ſeine Mähne geſetzt! Stein dur möge der Löwe ſich hüten, daß die Inſecten ihn nicht bäude ſtechen, ſagte Kaunitz, denn ſie tragen Gift in ihrem Stachel! aucht. Wir wollen ihnen alſo den Giftſtachel ausreißen, rief der ſe wir Kaiſer, wir wollen ihnen die Macht nehmen, uns zu ſchaden. Und t zu⸗ worin beſteht die Macht der ſchädlichen Inſecten, die in den Klöſtern unter und den Ritterburgen ihre Neſter gebaut? In dem Gelde und den Schätzen der Prieſter, der Kirchen und Klöſter, in der Unſtrafbarkeit ß man des Adels, in ſeiner Erhabenheit über dem Geſetz! Dies alſo muß „geändert werden; der Adel muß, gleich allen übrigen Menſchen, ge⸗ Jlerus horchen lernen und ſich dem Geſetz beugen, das für ihn nicht anders ſprechen und richten darf, wie für den Aermſten meiner Unterthanen; Wie, die Kirche muß arm werden, und die todten Schätze, welche ſie in en ſie, ihren Seminaren und Klöſtern vergraben hat, herausgeben, damit ſie

der Welt nützen und lebendigen Segen bringen. Arm, wie Chriſtus

d xa5 und ſeine Jünger es geweſen, müſſen die Prieſter ſein, damit ſie ihre dhre Augen abwenden von dem Weltlichen und nur auf Gott und den heuch⸗ Himmel ihr Augenmerk richten! 3 eriber— Wenn Ew. Majeſtät das bewerkſtelligen können, ſo wird Ihr ſungm Volk Sie als einen zweiten Meſſias anbeten müſſen, Sire, denn Sie ſahe, 1 haben ihm dann zum zweiten Mal das Heil und die Erlöſung gebracht! t des⸗ Ja, ich will mein Volk erlöſen von der geiſtigen Knechtſchaft, weil und ſollten meine Widerſacher doch die Macht haben, mich dafür an's 1 In Kreuz zu ſchlagen, ſo werde ich ſterben in dem freudigen Bewußtſein, ictä 1 l das Große und Rechte gewollt zu haben! rief Joſeph begeiſtert. Die Je⸗ innere Verwaltung meiner Staaten erfordert eine Umſchaffung und ers 3 Umgeſtaltung. Ein Reich, das ich regiere, muß nach meinen Grund⸗

akunft,

ſätzen beherrſcht, Vorurtheil, Fanatismus, Parteilichkeit und Seclaverei