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es muß ſüß ſein, Gregor, ſüß von Deinen Händen zu ſterben. Es wäre das letzte Entzücken, welches Du Deiner Katharina bereiteſt, und ſte würde Dich ſegnen, indem ſie ſtürbe! Schlag doch zu, Gregor Alexandrowitſch, zerſchmettere das arme Weib, das, wenn Du ihr zürnſt, nichts weiter wünſcht, als zu ſterben!
Potemkin ächzte tief auf, und mit einem heftigen Ruck ſich von Katharinens Armen befreiend, wich er ſcheu, entſetzt immer weiter von ihr zurück. Auf einmal ſtieß er einen lauten Schmerzensſchrei aus, und beide Hände vor ſein Antlitz ſchlagend, brach er in ein lautes Weinen und Schluchzen aus.
Warum weinſt Du, Potemkin? fragte Katharina zu ihm hineilend.
Er ließ ſeine Hände von ſeinem Antlitz fallen, und ſchaute Ka⸗ tharina mit einem Ausdruck verzweiflungsvollen Schmerzes an.
Warum ich weine? fragte er mit bebender Stimme. Ich weine
über mein eigenes Verbrechen! Ich weine, weil die Verzweiflung mich faſt zu dem fürchterlichſten Verbrechen verleitet hat! Oh warum verdorrt ſie nicht dieſe tempelſchänderiſche Hand, die ſich frevelnd eben gegen das Allerheiligſte erhoben hatte! Warum ſendet Gott nicht einen ſeiner Blitze hernieder, und zerſchmettert den Verbrecher, der in ſeiner Raſerei ſeines Kummers zum Hochverräther ward an ſeiner Kaiſerin! Ganz in Verzweiflung und Schmerz ſtürzte Iühr zu Katha⸗ rinens Füßen nieder, und ihre Kniee umklammernd rief er: tödte mich, Katharina, habe Erbarmen, tödte mich, damit ich nicht wahnſinnig werde vor Reue und Schmerz!
Katharina neigte ſich zu ihm nieder, und verſuchte ihn ſanft empor zu ziehen. Nein, ſagte ſie leiſe und lächelnd, Du ſollſt leben, leben für mich!
Nein, rief Potemkin leidenſchaftlich, richte mich nicht auf, laß mich hier zu Deinen Füßen liegen, wie der Sünder zu den Füßen des Altars liegt, und um Vergebung ſleht und ſeine Sünden beichtet. Ich bin ein Schuldiger, ich bin ein Verbrecher, aber es iſt die Ver⸗ zweiflung, welche mich dazu gemacht hat. Als ich da hinter der Tapete ſtand, und hörte, wie Deine Lippen mich anklagten, da fühlte ich wie der Wahnſinn mit kalten Geſpenſterfingern zu meinem Hirn emporkroch, wie jedes Deiner Worte wie ein Dolchſtoß mein Herz


