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Drei Tage alſo! murmelte die Kaiſerin leiſe vor ſich hin, indem ſte langſamen Schrittes die ſchweigenden Säle durchſchritt und wieder in ihr Cabinet zurückkehrte.
Traurig und mit geſenktem Haupte trat ſie in dies Cabinet ein, und ſchritt vorwärts, gedankenvoll vor ſich hinmurmelnd: Drei Tage alſo wird er warten, ob ich—
Auf einmal ſtieß ſte einen gellenden Schrei aus, und rückwärts taumelnd, ſtarrte ſie mit weit aufgeriſſenen Augen, mit bebenden Lippen, erſchauernd wie vor einer Geſpenſtererſcheinung, nach dem Divan hin, zu dem ſtie eben hatte hinſchreiten wollen, um ſich zu ruhen nach ſo vielen Aufregungen.
Auf dieſem Divan ſaß— Potemkin!
V. Die Kaiſerin und ihr Herr.
Bleich, mit flammenſprühenden Augen, mit übereinandergeſchla⸗ genen Armen ſaß Potemkin da, und ſeine Blicke ſchienen mit ihren zornigen Blitzen dieſe Frau zerſchmettern zu wollen, die ſcheu, athemlos vor ihm zurück bebte, und nicht den Muth hatte, um Hülfe zu rufen, nicht die Kraft, nur mit einem Wort den unerwarteten Beſuch zu begrüßen.
Auf einmal erhob ſich Potemkin von dem Divan, und ſeine ſtolze, coloſſale Geſtalt richtete ſich in ihrer ganzen majeſtätiſchen Höhe empor. Katharina erbebte und wich ſcheu zurück. Aber Potemkin ging
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ung, ſondern der Wahrheit gemäß, und befinde ſich wörtlich in den Geſandt⸗ maftsberichten, die von Raumer mittheilt: Bei aͤge zur neuern Geſchichte. Bd. V. nite 394.


