Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 2. Band (1857)
Entstehung
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im⸗ thanen von Ihnen abgewandt. Wollen Sie Sich eines ſo gefährlichen 3 Mannes entledigen, ſo ſteht Ihnen mein Leben zu Dienſten; ziehen ute Sie aber vor, zu zögern, mit ihm zu temporiſiren, ſo kann ich bei der Ausführung von Maßregeln nicht nützlich ſein, wo Schmeichelei, off Heuchelei und Doppelzüngigkeit die nothwendigſten Eigenſchaften ſind. den Ich glaube Dir, oh leider, ich glaube Dir, rief die Kaiſerin ich ſchmerzlich weinend. Potemkin verdient alle die Vorwürfe, die Du ne ihm machſt, mein Verſtand ſteht es ein, aber mein Herz iſt dennoch zu⸗ zu ſchwach, um ihn ſo zu ſtrafen, wie er es verdient. Oh, die goldenen nn Tage meiner Energie ſind von mir gewichen, Gregor, das Alter hat uß an meinem Character gerüttelt, und einſehend, was ich thun müßte, habe ich doch nicht die Kraft es thun zu w ollen. da⸗ Ein Wort von Ew. Majeſtät, ein Wink Ihres Auges, ich wieder⸗ n, hole es Ihnen, und Potemkin iſt verſchwunden, und Sie ſollen nie wieder von ihm hören, und Rußland iſt befreit von dieſem Vampyr, er der ihm ſeine Ehre, ſeine Schätze und ſeine Kraft ausſaugt.

Nein, nein, Gregor, keine Gewaltmaßregeln! rief die Kaiſerin hen angſtvoll. Ich danke Dir für Deinen Vorſchlag, Gregor, ich werde es Dir nie vergeſſen, daß Du freudig abermals bereit warſt, für mich cf⸗ Dein Leben zu wagen, um mich von dem Feind zu befreien, der meine Ruhe bedroht, und mein Leben vergiftet. Aber ich kann Dir dieſen Feind noch nicht opfern, mein Herz hat nicht den Muth zu ſagen,

„tödte den Rieſen, der mit ſeinem Schatten meinen Thron verdunkelt.“

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yne rall Oh, mir ſcheint, ganz Rußland würde erbeben von dem Fall dieſes ein Rieſen, und wie von einem Erdbeben müßte dies Schloß hier über lig mir zuſammenſtürzen. Du ſiehſt, Gregor, ich bin ein armes, ſchwaches er⸗ 4 Weib, ich habe ſelbſt nicht mehr den Muth zu ſtrafen! en. Ich ſehe, daß Ew. Majeſtät den Verderber meines Vaterlandes nd höher ſtellen als das Vaterland, ſagte Orloff düſter. Um Potemkin zu erhalten, opfern Sie ihm Rußland! Und da es ſo iſt, Maieſtät, nd habe ich hier nichts mehr zu ſagen und zu thun. Um Gerechtigkeit r zu üben, hätte ich für Sie ſelbſt das Amt eines Henkers übernommen, uf und mit dem Beil das Haupt des Schuldigen getroffen, aber die r⸗ Schleichwege der Lüge und Intrigue, der unſichtbaren Bosheit, und

lichtſcheuen Feigheit, die mit Nadelſtichen tödtet, dieſe Schleichwege ſind nicht für mich, die gleißneriſchen Eidechſen Eurer Höflinge mögen