Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 2. Band (1857)
Entstehung
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er ſie umkränzt hatte.

gen verſunken, das den Grafen zu ängſtigen begann.

kommen und—

funkelnden Hand.

hierher zu kommen!

trachte ich als den erſten Hoheprieſter in demſelben!

dienſt halten in unſerm Tempel!

der Phantaſte hatte ihm immer gefehlt.

Meine gnädige Kaiſerin, ſtammelte Orloff, ich—

Kaiſerin! rief Katharina glühend, ſteh' ich denn vor Dir als Deine Kaiſerin, Gregor? Nein, nein, Orloff, ich bin hier nur ein Weib, ein Weib, das Dich einſt ſehr geliebt hat, und das auch heute noch nicht erröthet, es Dir zu ſagen. Oh, ſie ſagen wohl von mir, ich ſei kein frommes Weib, ich habe mich verblenden laſſen von dem Religionsſpötter Voltaire, aber ſie irren ſich, die guten, dummen Menſchen, ich bin doch fromm, und ich habe doch eine Religion, über welche ich ſelbſt Voltaire nicht erlaubt haben würde zu ſpotten, das iſt die Religion der Erinnerungen, Gregor! Religion habe ich in meinem Herzen Tempel gebauet, und Dich be⸗

welche ſie einſt an ihn gefeſſelt hatte. In dieſer Stunde war Katha⸗ rina nicht die Kaiſerin, ſondern das Weib, und ſtie dachte nicht an die Krone, welche einſt Gregor Orloff mit blutigen Händen auf ihr Haupt geſetzt, ſondern nur an die Myrthen und Roſen, mit denen

Sie hatten ſich anfangs von gleichgültigen Dingen unterhalten, dann war die Kaiſerin verſtummt und in dieſes wehmüthige Schwei⸗

Majeſtät haben mir befohlen, ſagte er leiſe, befohlen hierher zu

Katharina hob ihren ſchönen, nur halb bedeckten Arm ein wenig von dem Ruhekiſſen empor, und winkte ihm mit ihrer von Brillanten

Still, Orloff, ſtill, flüſterte ſte leiſe. Nenne mich nicht Majeſtät, es hört uns ja Niemand! Sag' nicht, daß ich Dir befohlen habe,

Dieſer meiner

Deshalb auch,

Gregor, habe ich Dich herberufen, wir wollen zuſammen einen Gottes⸗

Graf Orloff murmelte einige unzuſammenhängende, verlegene Worte. Dieſe glühende, wehmuthsvolle Sprache der Kaiſerin machte ihn befangen, er verſtand ſie nicht und vermochte ihr nicht darin zu antworten; er war immer nur der Mann der That, des Handelns und des Kämpfens geweſen, aber die Poeſie des Herzens, die Gluth