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geriſſenen Augen anſtierend, rief er: das hat Graf Görtz vorgeſchlagen? Er, der eben erſt hier war, der—
Der Ew. Durchlaucht für Preußen zu gewinnen ſuchte, ja, der hat den Vorſchlag gemacht, Ihren Todfeind, den Grafen Orloff, her⸗ zurufen, oder vielmehr der Kaiſerin den Wunſch einzublaſen, daß ſie Orloff gleichſam als eine Schutzwehr gegen Ew. Durchlaucht her⸗ berufe, um ſie zu erſchrecken und in Zaum zu halten.
Das iſt ein infernaliſcher Plan, aber ich ſehe es ihm an, daß er ächt iſt, er trägt die heimtückiſchen Gedanken Panins an der Stirn, rief Potemkin, mit großen Schritten auf⸗ und abgehend.
Graf Cobenzl ſchaute ihm mit lächelnder Miene zu, und als der Fürſt immer noch ſchwieg, nahm er das breite Band des Ordens und ließ es ſpielend und lächelnd durch ſeine Hände auf⸗ und nieder⸗ rauſchen.
Auf einmal blieb der Fürſt vor Cobenzl ſtehen, und ſein Ant⸗ litz hatte jetzt einen energiſchen, kühnen Ausdruck angenommen, alle ſeine Züge drückten Muth, Entſchloſſenheit und Spannung aus.
Herr Graf Cobenzl, ſagte er, ich kenne die Wünſche und Plane Oeſterreichs, und werde ſie jetzt unterſtützen. Ich mache Ihre Sache zu der meinigen, denn für mich heißt jetzt die Frage nicht: Oeſter⸗ reich oder Preußen, ſondern: Potemkin oder Orloff! An dieſem Aus⸗ ſpruch können Sie ſehen, daß ich es ehrlich mit Oeſterreich meine, aber Oeſterreich muß nun auch ſeinerſeits ehrlich mit mir ſein, und ohne vom Wege abzuſpringen, mit mir dieſelbe Straße gehen.
Oeſterreich iſt von ganzem Herzen bereit dazu, Durchlaucht.
Oeſterreich muß auf meine Plane eingehen, ſie unterſtützen, und die Parole annehmen, die ich ihm gebe. Dieſe Parole iſt: Die Eroberung der Türkei! Das iſt das große Zauberwort, mit welchem ich das Herz Katharina's immer wieder zu mir zwinge, mit welchem ich ihren Ehrgeiz anfeuere, ihre Energie wecke, wenn ſie ermatten will, das iſt der große Opiumtraum, mit welchem ich Katharina erheitere, wenn die Langeweile der ſchläfrigen Wirklich⸗ keit ſte zu Boden drückt. Die Eroberung der Türkei, das iſt der Schild, mit welchem ich mich zuweilen auch gegen meine Feinde ſchütze.
Denn, Sie wiſſen es, und ich mache kein Hehl daraus, ich habe d
Feinde, mächtige Feinde, die alle Tage das Ohr der Kaiſerin be⸗


