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denn obwohl er die ungeheuren Silberbarren in der Münze geſehen hatte, fragte er doch nachher auf der kaiſerlichen Bank mit ſeinem fürchterlichen Lächeln: ob die Bank auch wohl im Stande ſein würde, all ihr ausgegebenes Papiergeld gegen baares Geld einzutauſchen?
Und man bejahte es ihm?
Man bejahte es ihm natürlich, Durchlaucht.
Das war ein Meiſterſtück der Effronterie, rief Potemkin lachend. Aber dieſe Antwort gefällt mir, und ich werde die Herrn Bankdirectoren beim Wort nehmen, und ich werde ſie noch heute prüfen. Gehen Sie hin, Nariſchkin, ſagen Sie, man ſolle mir ſofort hunderttauſend Rubel ſenden. Ich bedarf das Geld zu einem Feſt, das ich meiner angebeteten Kaiſerin geben will. Man ſoll mir das Geld in einer Stunde ſenden, aber baar! Gehen Sie, eilen Sie, Nariſchkin!
Ich eile, Durchlaucht, nur bitte ich um die Gnade, mir die kaiſerliche Ordre einzuhändigen, denn Ew. Durchlaucht wiſſen wohl, die Bank darf keine Gelder auszahlen, ohne einen Befehl der Kaiſerin und ohne ihre Unterſchrift.
Ach, ich möchte doch ſehen, ob dieſe Herrn es wagen werden, meine Handſchrift zurückzuweiſen, rief Potemkin mit blitzenden Augen.
Er ſprang auf und zu ſeinem Schreibtiſch tretend, warf er raſch einige
Worte auf ein Blatt Papier.
Da ſteht die Forderung mit meiner Unterſchrift, ſagte er, dem Miniſter das Papier darreichend. Trag' es den Herrn Bankdirectoren hin, und ſag' ihnen, daß ich dieſes Geld noch heute haben will. Wenn ſie nach der Unterſchrift der Kaiſerin fragen, ſo ſag', daß ich ihnen dieſelbe morgen ſenden werde, aber das Geld bedarf ich noch heute! Geh!
Nariſchkin verbeugte ſich vor dem Fürſten ſo tief, wie er es nicht vor dem Großfürſten Paul, dem Sohn und Nachfolger der Kaiſerin, gethan haben würde, und verließ dann auf den Spitzen ſeiner Zehen das Gemach des allmächtigen Günſtlings.


