trome
ounen noch
ruhig.
innend n Arzt danke haben. Treue
aamilie,
geben, ꝛe kleine ich dem n Batt
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Nein, ſagte der Kaiſer ſanft, danken Sie mir nicht, es iſt meine Pflicht, Verdienſte zu belohnen.*) Damit Sie aber auch perſönlich
ein kleines Erinnerungszeichen an mich haben, das Sie immer mit
Sich herumtrugen müſſen, ernenne ich Sie zum Freiherrn, und werde
dafür ſorgen, daß Ihnen das Patent gleich ausgefertigt werde. Still,
Freund, kein Wort mehr! Laſſen Sie mich jetzt allein. Ich muß
arbeiten, denn, Sie wiſſen es am Beſten, meine Zeit iſt kurz und
meine Stunden ſind gezählt! Gehen Sie! Wer weiß, wie bald ich
Sie wieder werde rufen müſſen!
Herr von Quarin küßte ſchweigend die dargereichte Hand, und ging dann raſch, um ſeine Thränen nicht ſehen zu laſſen, hinaus.
Der Kaiſer ſank tief aufſeufzend in ſeinen Lehnſtuhl zurück. Seine großen Augen richteten ſich mit einem unausſprechlichen Aus⸗ druck gen Himmel, ſein bleiches abgezehrtes Geſicht hatte einen wun⸗ derbaren Glanz, es leuchtete, wie in einem Strahl der Verklärung.
Da öffnete ſich haſtig die Thür der Kanzlei, und ſein erſter Ca⸗ binetsrath trat ein, und ſchritt, mit Papieren in der Hand, raſch zu dem Kaiſer hin.
Was giebt's? fragte der Kaiſer leicht zuſammenſchreckend.
Sire, zwei Couriere ſind ſoeben eingetroffen. Der Eine kommt vom Grafen Cobenzl. Er hat ihn in Luxemburg abgefertigt, und meldet, daß ſich ganz Belgien mit Ausnahme Luxemburg's in den Händen der Patrioten befinde, daß eine General⸗Verſammlung der unirten belgiſchen Provinzen Lon Lan der Noot zuſammenberufen ſei, in welcher der Cardinal Frankenberg als Präſident fungirt. Man hat feierlich Belgien zu einer Republik erklärt, und England, Preu⸗ ßen und Holland ſollen als Garanten derſelben auftretea. Graf Cobenzl bittet Ew. Majeſtät um Verhaltungsbefehle, was nun zu thun ſei.
Der Kaiſer hatte der traurigen Botſchaft mit vollkommen ruhigen Mienen zugehört. Und der zweite Courier? fragte er nach einer kurzen Pauſe.
Sire, ſagte der Cabinetsrath zögernd, der zweite Courier kommt von dem kaiſerlichen Statthalter in Tyrol.
*) Des Kaiſers eigene Worte.


