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ſeine unangreifbare Macht fühlen laſſen. Es widerſtrebte allen ſeinen Wünſchen, es zermürbelte alle ſeine Kraft, es legte ihm die grau⸗ ſamſte Enttäuſchung von allen ſeinen Hoffnungen und Wünſchen auf. Mit dem ſtolzen Gleichmuth der unnahbaren und unangreifbaren Gott⸗ heit ſchien es prüfen zu wollen, wie viel die Kraft eines Sterblichen ertragen, wie viel ein menſchlich Herz zu dulden vermöge!
Aufruhr und Empörung bedrohte den Kaiſer in allen ſeinen Pro⸗ vinzen, in den Niederlanden und in Ungarn hatte ſich ſchon die Empörung organiſirt, und bedrohte den Kaiſer mit offenem Abfall, wenn er die alten Prioilegien nicht herſtellen, die alten Verfaſſungen, die er umgeſtürzt zum Wohl ſeines Volkes nicht wieder aufrichten wolle zum Wohl des ſtolzen Adels und der herrſchſüchtigen Geiſtlich⸗ keit, in Tyrol begann das Volk auch ſchon zu murren, und ſchaarte ſich mit drohendem Geſchrei hinter ſeinen Prieſtern, um dieſe, wenn es ſein müſſe, zu vertheidigen gegen den Kaiſer ſelbſt. Auch in Rom hatte man noch nicht Frieden gemacht mit dem Kaiſer, und mit ge⸗ harniſchtem Widerſtand hatte ſich der ganze katholiſche Clerus dem Kaiſer gegenüber geſtellt.
Und zu dieſem Allen kam jetzt noch dieſer türkiſche Krieg, der dem Kaiſer und ſeinem Heer wenige vereinzelte Lorbeeren, aber deſto mehr Schmerzen und Krankheiten brachte!
Das Schickſal ſchien es darauf abgeſehen zu haben, den Muth und die Ausdauer des Kaiſers zu prüfen! Es bedrohte ihn nicht allein mit Aufruhr und Empörung, mit der Vernichtung aller ſeiner Pläne, es ſandte ſeinem Heer, das in den feuchten Sümpfen zwiſchen der Donau und Save lagerte, in den Sommermonaten eine glühende Hitze, und in Folge derſelben verheerende Krankheiten, die in den Reihen der Regimenter furchtbarer wütheten, als es eine ganze feind⸗ liche Armee in offener Feldſchlacht vermocht hätte.
Die Spitäler waren überfüllt, traurig und mißmüthig ſchlichen die Soldaten im Lager umher, und endlich begannen auch ſie zu murren, endlich begann auch in der Armee ein finſterer Geiſt der Un⸗ zufriedenheit und der Inſubordination ſich zu regen, und die Soldaten, beſiegt von dem unſichtbaren Schlachtenführer Tod, der unaufhaltſam in ihren Reihen wüthete, muthlos gemacht durch Krankheiten und
Entbehrungen aller Art, die Soldaten verloren die Freudigkeit und
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