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Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ſagte der Kaiſer ruhig Fragen Sie!
Was ſagten Ew. Majeſtät vorher zu der Gräfin, als das Cexe⸗ moniell beendet war, und was antwortete ſte Eurer Majeſtät?
Der Kaiſer ſah den Grafen betroffen und verwirrt an, und ant⸗ wortete nicht.
Ew. Majeſtät hatten die Gnade, mir Ihr Ehrenwort zu geben, daß Sie meine Frage mit der vollen Wahrheit beantworten wollten.
Ja, Herr Graf, ich gab Ihnen mein Ehrenwort, und ich werde s halten. Ich ſagte: Lebe wohl, Thereſe! Dort oben biſt Du mein!
Ew. Majeſtät hatten alſo die Gnade, meine Gemahlin zu dutzen! Und ſie eniherden
Sie erwiderte: Ja, dort oben!
Ich danke Ew. Majeſtät, ſagte der Graf ſich tief verneigend.
Der Kaiſer nickte leicht mit dem Kopf, und dem Grafen den Rücken zuwendend, kehrte er zu der Geſellſchaft zurück. Einen ein⸗ zigen, raſchen Blick warf er auf Thereſe hin, die im Kreiſe der Damen ſtand, bleich und matt, mit einem ſchmerzvollen Lächeln um die zit⸗ ternden Lippen, dann wandte er ſich an den Grafen Dietrichſtein.
Jetzt, Herr Graf, ſagte er, wird es wohl für uns Beide an der Zeit ſein, abzureiſen, denn unſer Beider Urlaub iſt abgelaufen, und wir müſſen, als treue Beamten des Staats unſern Dienſt antreten. Leben Sie wohl, Graf, und möchten wir Beide ſtegreich heimkehren! Addio!
Er drückte dem Grafen die Hand, und ſchritt raſch dahin durch die Kapelle, h der Thür, welche in die innern Gemächer der Burg führte.—
Eine Viertelſtunde ſpäter rollte ein einfacher Kaleſchwagen aus dem großen innern Hof der Burg. Darin ſaß der Kaiſer, nur be⸗ gleitet von ſeinem General-Adjutanten und einem Kammerdiener.
Er begab ſich zur Armee, zu der ſchon einige Tage zuvor der General⸗Feldmarſchall Lacy abgereiſt war.
Um dieſelbe Zeit ſtand auch der Reiſewagen bereit, in welchem der Graf von Kinsky mit ſeiner jungen Gemahlin abzureiſen gedachte.
Graf Dietrichſtein hatte ſeine Tochter und ſeinen jetzigen Schwie⸗ gerſohn in das Héôtel des Grafen von Kinsky begleitet, dort hatte er


