Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 4. Band (1857)
Entstehung
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auch als Kaiſer ſterben! Laſſen Sie mich alſo immerhin meine Pflicht thun.

Aber, Sire, ſagte der Leibarzt, Dingen auch die Pflicht, Sich Ihrem Volk zu erhalten. wenn das ſo fortgeht. Ew. Majeſtät Wangen ſind eingefallen, die Lippen

Herr von Quarin, Sie haben

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vor allen Und Sie werden krank werden, haben heute heftiges Fieber, die brennen, und die Augen glühen fieberhaft.

Geben Sie mir kühlende Tränke, Doctor, vielleicht kühlt das mein brennendes Herz, rief der Kaiſer mit einer ſchmerzlichen Ironie.

Kühlende Tränke ſind nicht genügend, Sire, ſagte Herr von Quarin. Der Schlaf iſt die Hauptarzenei, welche Ew. Majeſtät be⸗ dürfen, und Ew. Majeſtät ſchlafen zu wenig.

Ich mag nicht ſchlafen, ſagte der Kaiſer düſter vor ſich hin. Der Schlaf bringt mir Träume, die ich fürchte, weil ſte ſchön ſind. Und ich mag nicht von einem Glücke träumen, das ich im Wachen nicht beſitzen kann!

Der Kammerdiener hat mir Nacht gar nicht geſchlafen haben!

Der Kammerdiener iſt ein Schwätzer, der nichts davon weiß, rief Joſeph haſtig.

Er weiß indeſſen, daß

geſagt, daß Ew. Majeſtät die vorige

Ew. Majeſtät gar nicht Ihr Bett be⸗

rührten!

Nun ſo habe ich im Lehnſtuhl geſchlafen!— Nein, fuhr der Kaiſer nach einer kleinen Pauſe mit weicherem Tone fort, nein, ich will Ihnen die Wahrheit ſagen, Quarin, ich habe wirklich dieſe Nacht nicht geſchlafen. Ich hatte eine ſchwere Arbeit zu vollenden, und ich durfte Wien nicht verlaſſen, bevor ich damit fertig war. Ich habe

mein Teſtament gemacht! Ihr Teſtament? fragte Herr

fürchten doch nicht— Ich fürchte gar nichts, unterbrach ihn der Kaiſer, ſelbſt nicht

den Tod. Oh, es muß ſchön ſein, todt zu ſein, denn dann iſt es vorbei mit allem Fieber und mit allen Träumen, und man ſchläft entweder den ewigen Schlaf, oder man iſt ſelig im ewigen Leben und den Tod nicht, aber ich mußte mein Haus

Wachen! Nein, ich fürchte d Die Kugeln haben gar keinen

von Quarin entſetzt. Ew. Majeſtät

ordnen, und mich auf ihn vorbereiten.

Reſpe Kaiſer nüchſte weiche zur er ſicht,

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