Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 4. Band (1857)
Entstehung
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Männer, wuth⸗ Lippen

zuuth zu⸗

ie ſchöne ort. Wir zſie die

lichkeiten, erkt, und ich war's, ihm ſagte: übt. Ich Brillanten t. Laſſen us ihrem ie Gräfin, ſchon in wo Sie 1 war ich in Federn,

Prämie,

mich ge⸗ n ruhiger gelungen, und wie⸗

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Fünfhundert Dukaten, meine Schöne, iſt die Prämie, die der Kaiſer ausgeſetzt hat, wenn wir Sie auf der That ertappen könnten.

Fünfhundert Ducaten! rief ſie ſpöttiſch. Ein Bettellohn für eine Dame, wie ich es bin. Nehmt alle dieſe Brillanten, theilt ſie unter Euch, und Jeder wird das Doppelte haben von dem, was der Kaiſer Euch zuſammen giebt. Nehmt Alles, und laßt mich frei, und Niemand wird erfahren, was hier unter uns abgemacht iſt.

Ein lautes, wieherndes Gelächter war die Antwort. Seht da, ſte will uns beſtechen, rief der Polizeirath, ſie glaubt, daß ſie uns auch verführen kann, wie die Cavaliere, die ſonſt zu ihren Füßen ſeufzten. Ihre Rolle iſt ausgeſpielt, Madame, und wenn Sie noch einmal auf der Bühne erſcheinen, ſo wird es auf der Schandbühne ſein! Kommen Sie! Ich habe die Ehre Sie zum Wagen zu geleiten. Ihr packt die Juwelen ein, und tragt ſie uns nach!

Sie ſträubte ſich nicht mehr. Ruhig und ſtolz nahm ſie den dargebotenen Arm des Polizeiraths, und ging mit feſtem Schritt an ſeiner Seite dahin. 3

Leiſe nur flüſterten ihre Lippen: Er hat Recht! Meine Rolle iſt ausgeſpielt.*)

*) Die ſchöne Gräfin Baillou, die Zierde der vornehmen Wiener Zirkel, wie alle hiſtoriſchen Berichterſtatter jener Zeit ſie nennen, ward ihrer vielfachen Betrügereien wegen verurtheilt am Pranger zu ſtehen, drei Tage hintereinander, wie der Obriſtlieutenant von Szekuly, das beklagenswerthe Opfer ihrer Bosheit und Coquetterie. Dann ward ſie als Ausländerin mittelſt Zwangspaſſes bis zur Grenze der öſterreichiſchen Staaten befördert. Siehe Hübner II. 392. Groß⸗ Hoffinger III.