Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 4. Band (1857)
Entstehung
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da haben wir den ſchönen reizenden Vogel eingefangen. Es war ganz klug, ihn ein wenig flügge werden zu laſſen, und ihm bloß nachzuſpüren, um zu ſehen, wo er ſich ſein Neſtchen verſteckt, und wo

er niederflattern würde. Es war ſehr klug von Euch, Herr Polizeirath, ſagten die Männer, mit einem grinſenden Lachen auf Arabella hinſchauend, die ihre wuth⸗ blitzenden Augen von Einem zum Andern gleiten ließ⸗ und ihre Lippen 8 4† ſ feſt aufeinander preßte, um den Schrei der Angſt oder der Wuth zu⸗

rückzuhalten.

Jetzt wird der Kaiſer nicht mehr ſager⸗ müſſen, daß die ſchöne Gräfin Baillou unſchuldig iſt, fuhr der Polizeirath lachend fort. Wir haben ſie Gott ſei Dank mitten bei der That ertappt, als ſie die Brillanten ſtahl, welche den Gläubigern des Grafen Podſtadzky ge⸗ hören, wie Alles in dieſem Hauſe! Und wer weiß! was wir noch ſonſt Alles mit dieſen Brillanten entdecken. Denn Ihr wißt ja, wie viel Brillanten während der Feſtlichkeiten des vorigen Winters ver⸗ und die Gräfin Baillou war bei allen Feſtlichkeiten, wo Brillanten verloren gingen. Ich hab's mir wohl gemerkt, und

Sie ſchon lange beobachtet, mein wunderſchöner Engel, und ich war's,

der Se. Majeſtät beſchwor, Sie frei zu laſſen, ich war's, der ihm ſagte: ſich frei und ſicher glaubt. Ich

begnadigt ſte, Majeſtät, damit ſte

ſchwöre darauf, daß ſte all die verlornen und geſtohlenen Brillanten beſitzt, und daß ſie ſte irgendwo in ihrem Hauſe verſteckt hat. Laſſen wir ihr alſo Zeit dahin zu gehen, und die Brillanten aus ihrem Verſteck zu holen. Der Kaiſer erfüllte meine Bitte, ſchönſte Gräfin, und ſo iſt es gekommen, daß wir heute den ganzen Tag ſchon in Ihrem Hoͤtel wohnen, und des ſchönen Moments harren, wo Sie Denn daß Sie kommen würden, deſſen war ich wir den Vogel mit all den Federn, öglein ausgerupft, und die Prämie,

loren gegangen,

kommen würden. gewiß. Und jetzo alſo haben die Sie den andern ſchönen V welche mir der Kaiſer verſprochen, iſt mein!

Wie viel hat Ihnen der Kaiſer verſprochen, wenn Sie mich ge⸗ fangen nehmen können? fragte Arabella mit vollkommen ruhiger

Stimme, denn es war ihrem ſtarken Willen ſchon wieder gelungen, ihren Zorn, ihre Wuth und auch ihre Angſt zu bemeiſtern, und wie⸗

der ſie ſelbſt zu ſein.

Kaiſ

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