Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 4. Band (1857)
Entstehung
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Ja, Ew. Majeſtät haben Recht, rief der Greis. Ich bin bereit,

wenn es Ew. Majeſtät ſo gefällig iſt!*) d Und während der Verbrecher Carl Podſtadzko, aus ſeiner Ohn⸗ di macht erwacht, mit der eiſernen Kette an ſein zweites Ich, an den zweiten Verbrecher gefeſſelt ward, der von nun an ſein unzertrenn⸗ A licher Gefährte, der Zeuge ſeines Schlafens und ſeines Wachens, ſeiner Qualen und ſeiner Verzweiflung ſein ſollte, während er mit ſi dieſem im langen Zug der Sträflinge durch die Straßen raſſelte, fuhr or der alte Graf Podſtadzky Liechtenſtein an der Seite des Kaiſers hin⸗ d aus nach Schönbrunn, und beim Diner, zu welchem eine glänzende g Geſellſchaft geladen war, ſaß der alte Graf zur NRechten des Kaiſers und an ihn richtete ſich Joſeph oft mit gar manchem herzlichen und 1 vertraulichen Wort. 6 1 1 1 3 III. Die Uemeſis. 8 Aber wo war die ſchöne Arabella? die bezaubernde Frau, welche 8 ſo lange der Stern und der Glanzpunkt der Wiener Geſellſchaft ge⸗ weſen, der Alle gehuldigt und geſchmeichelt hatten, die von allen Ca⸗ valieren angebetet, und von allen Damen der ariſtokratiſchen Welt, in welcher ſie ſich mit ſo viel Geiſt und Grazie bewegte, geachtet und 1 geliebt ward.. Was war aus der Gräfin Baillou geworden, deren Sirenen⸗ ſtimme den leichtſinnigen Grafen verlockt hatte zu dem Abgrund? 6

An dem Abgrund hatte ſie ihn verlaſſen, in den Gefahren hatte ſie ihn verleugnet, im Unglück und der Erniedrigung hatte ſie ihn verhöhnt.

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*) Hübner. II. S. 391.