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So wollen ihn Ew. Majeſtät in Gnaden vor ein Ariegsgericht ſtellen! rief der Graf Lampredo. Das Kriegsgericht würde ihn wenigſtens vor der Entehrung bewahren; denn es würde ihn zum Tode ver⸗ urtheilen!
Er hat ein bürgerliches Verbrechen begangen, und er wird be⸗ ſtraft nach dem bürgerlichen Geſetzbuch, rief der Kaiſer laut. Das bürgerliche Geſetzbuch aber kennt keine Todesſtrafe, ſie iſt für immer abgeſchafft!
Aber ſte iſt erſetzt durch Strafen, die grauſamer und fürchterlicher ſind als der Tod, Sire. Es heißt dreifach tödten, wenn man den Menſchen tödtet in ſeiner Freiheit, ſeiner Ehre und ſeinem Namen. Ein zu ewiger Gefangenſchaft verurtheilter Verbrecher, welcher in Ketten geſchmiedet zu den ſchwerſten Arbeiten verurtheilt iſt, welcher unter dem Hohn des Volkes die Gaſſen kehren, oder die Schifſe ziehen muß, iſt der nicht tauſend Mal härter geſtraft, als der, welcher für ſein Verbrechen ſein Haupt auf den Boöock legt, und in einem Moment büßt⸗ was der Andere mit jahrelanger Marter und Qual bezahlen muß? Oh, Sire, es iſt doch nicht möglich, daß Sie unſere Standesgenoſſen ſo fürchter⸗ lich ſtrafen wollen, nicht möglich, daß Ew. Majeſtät die harten und erniedrigenden Strafen des Geſetzes auch auf den Adel anwenden, den Adel ſtrafen wollen, wie den gemeinen Verbrecher!
Nein, Sie haben Recht, dazu ſchätze ich den Adel zu hoch, ſagte Joſeph raſch. Wenn aber ein Cavalier fähig iſt, ein gemeines Ver⸗ brechen zu begehen, ſo entſetze ich ihn ſeines Adels und ſeiner Titel und überlaſſe ihn als Unadligen der Gerechtigkeit, die ihn nicht ſchlim⸗ mer und nicht beſſer als irgend einen andern unadligen Schelm be⸗ handeln wird.*) Beruhigen Sie Sich alſo! Dieſe beiden Ver⸗ brecher ſind nicht mehr von Adel, ihr Verbrechen hat ſie entadelt und ſie zu gemeinen und ehrloſen Miſſethätern gemacht. Sie müſſen erleiden, was ſie verſchuldet haben.
Aber, Sire, nicht bloß ſie werden geſtraft, ſondern auch wir, wir Alle!
Wie? rief der Kaiſer mit ſcheinbarem Befremden, haben Sie Alle
**) Des Kaiſers eigene Worte. Siehe: Hübner. II. S. 432.
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