Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 4. Band (1857)
Entstehung
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Moment, und mit dem letzten Schlag der Uhr öffnete der Kammer⸗ diener Günther die Thür des Controlorganges, und in haſtigem Gedränge eilten ſte vorwärts breit geſchloſſen, feſt wie eine Mauer, Jeden mit ſtarkem Arm, mit finſtern Blicken zurückdrängend, der nicht zu ihnen gehörte. In dichten Reihen bis an die Thür gepreßt, ſtanden ſte jetzt an den Wänden des ſchmalen Gemachs, welches man den Controlorgang nannte, umher. Niemand hatte mehr Platz darin, Diejenigen, welche noch draußen im Vorſaal ſtanden, mußten bis auf die nächſte Stunde warten, und Günther mußte die Thür des Controlorganges ſchließen, denn er war gefüllt!

Die vornehmen Bittſteller hatten ihren Zweck erreicht, ſie waren ganz unter Ihresgleichen im Controlorgang, Niemand Fremdes hatte ſich mit ihnen hineindrängen können! Es waren nur Grafen und Gräfinnen, nur Barone und Baroninnen, welche die von den Lippen ihrer Nachbarn zitternden Bitten vernehmen, welche Zeuge ſein konnten dieſer Demüthigung des Adels, der im Controlorgang um Gnade flehen wollte für verbrecheriſche Standesgenoſſen!

Endlich öffnete ſich die Thür des kaiſerlichen Arbeits⸗Cabinets, und Joſeph trat ein. Seine großen blauen Augen glitten mit einem ſchnellen, prüfenden Blick an den beiden Reihen der Anweſenden vor⸗ über, und in ſeinen Mienen drückte ſich einige Ueberraſchung aus, aber er that doch, wie er immer zu thun pflegte, er ging langſam an den zu beiden Seiten aufgeſtellten Menſchen vorüber, und ſtreckte ihnen ſeine rechte Hand entgegen, um ihre Bittſchriften zu empfangen.

Aber ſeine Hand blieb leer, Niemand hatte ihm eine Bittſchrift zu geben.

. Wie? fragte der Kaiſer, als er am Ende ſeiner Wanderung an⸗ gelangt war, und eben vor dem Grafen Lampredo ſtand, keiner von Ihnen hat mir eine Bittſchrift zu geben? Sie wollen mich alſo Alle mündlich ſprechen? Ich fürchte, daß mir die Zeit dazu fehlt, und daß ich nicht Jeden von Ihnen einzeln werde empfangen können!

Sire, es bedarf es auch nicht deſſen, ſagte der Graf Lampredo feierlich. Wir ſind nicht gekommen, um einzeln Ew. Majeſtät um Gnade anzuflehen, ein gemeinſchaftliches Unglück iſt es, welches uns Alle bedroht, und um welches wir gemeinſchaftlich Ew. Majeſtät um

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