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daß er nicht dem Rufe ſeines frommen Vaters gehorſamend in voller Zerknirſchung des verlornen Sohnes heimgekehrt war zu der Mutter Kirche, um reuige Abbitte zu leiſten und ſeine Fehler zu widerrufen.
Der Kaiſer hatte ihn geehrt als Gaſt, aber er hatte den Papſt doch fühlen laſſen, daß Joſeph immer noch alleiniger und unum— ſchränkter Herr ſei in ſeinen Landen, ſelbſt wenn das Oberhaupt der Chriſtenheit in denſeloen ſich befinde.
Joſeph hatte befohlen, daß alle geiſtlichen Breven, bevor ſie ge⸗ druckt und publicirt würden, ihm zur Unterſchrift vorgelegt würden, damit er ihnen das Exequatur ertheile. Als daher Papſt Pius wäh⸗ rend ſeiner Anweſenheit in Wien ein Breve erließ, in welchem er der neuerbauten Michaelis⸗Kirche Beneficien und Indulgenzen verlieh, weigerte ſich die Staatsdruckerei, dieſes Breve zu drucken, da es noch nicht die Unterſchrift des Kaiſers trüge, und auf ausdrücklichen Be⸗ fehl Joſeph's mußte auch dieſes Breve, gleich allen übrigen, ihm erſt zur Uaterſchrift vorgelegt werden.
Noch andere Kränkungen hatte der ſtolze Kirchenfürſt von dem Kaiſer erfahren. Vielleicht hatte er ſich gefreut, bei den beiden großen Feierlichkeiten, bei dem Segen auf dem Hofe und dem Hochamt in der Stephans⸗Kirche, den gläubigen und anbetenden Wienern auch den Kaiſer zu zeigen, wie er in Demuth und Gehorſam, als ehr⸗ furchtsvoller, gläubiger Sohn, ſich beugte vor ſeinem erhabeneren Vater, und in dem Statthalter Gottes ſeinen Herrn und Vorgeſetzten anerkannte, dem er überall den Vortritt und den erſten Rang ein⸗ räumte.
Aber der Kaiſer vereitelte ihm die Freude. Er hatte nicht ſobald erfahren, daß auf ausdrückliche Anardnung des päpſtlichen Ceremonien⸗ meiſters der päpſtliche Thron in der Stephanskirche um eine Stufe höher ſein ſollte, wie der neben demſelben errichtete Thron des Kaiſers, als er befahl, ſofort ſeinen Thron fortzunehmen, da er dem Hochamt nicht beiwohnen werde. Bei dem Papſt entſchuldigte er ſich mit einem
Augenübel, das ihn den Glanz der vielen Lichter bei dem feierlichen Hochamt ſcheuen laſſe. Und dieſes Augenübel war ſehr hartnäckiger
Natur, denn der Kaiſer hatte ſchon daran gelitten, als der Papſt den großen Segen auf dem Hofe ertheilte, und ſchon damals hatte
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