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in den Tod gehen, als im Kerker verſchmachten und verkommen. Arabella, laß uns ſterben, in dieſer Stunde noch!
Er preßte ſie in ſeine Arme mit bleichem, verzerrtem Angeſicht, ſeine Lippen bebten, ſein Athem kam keuchend und fieberiſch aus ſeiner Bruſt hervor.
Arabella wehrte ihn wieder von ſich, und ein helles, luſtiges Lachen tönte von ihren purpurnen Lippen. Sterben! ſagte ſie. Biſt Du des Lebens und der Freude ſchon ſatt und überdrüſſig? Ich nicht! Ich will das Leben noch genießen, noch aus goldenen Bechern trinken von ſeinem berauſchenden Wein! Sterben? Als ob man Wüßte, was kommt hinter dem Tode! Hier wiſſen wir, was wir haben, wiſſen, daß es ſchön und genußvoll iſt! Aber mich erbarmt Deiner Angſt, und wenn Du's denn durchaus verlangſt, ſo wollen wir verreiſen! Verreiſen, aber nicht fliehen!
Der Graf ſtieß einen Freudenſchrei aus und drückte einen glü⸗ henden Kuß auf die Hand, die ſte ihm darreichte. Wann reiſen wir ab? fragte er. In einer Stunde, nicht wahr?
Das wäre Flucht, ſchimpfliche Flucht! Nein, morgen wollen wir abreiſen!
Morgen, wenn der Tag graut, alſo!
Morgen, beim hellen Licht des Tages! Morgen um die Mittags⸗ ſtunde, vor Aller Augen, furchtlos und ruhig!
Es ſei ſo! ſagte der Graf ſeufzend. Morgen Mittag alſo! Du reiſeſt allein ab, ich desgleichen. In Neuſtadt treffen wir zuſammen!
Ja, in Neuſtadt treffen wir zuſammen! Nun aber laß uns eilen, Carlo. Vieles muß noch gethan werden bis dahin, ungeheure Laſten müſſen abgewickelt werden.
Ich habe gar wenig zu thun und abzuwickeln, lachte der Graf, der jetzt ſchnell ſeine Heiterkeit wiedergewonnen hatte. Meine Meubles, meine Koſtbarkeiten, meine Pferde und Equipagen, das Alles gehört den Wucherern, und Du weißt, ſte haben mir ihren Bevollmächtigten als Haushoſmeiſter gegeben, der überwacht ihr Eigenthum.
Warum bezahlſt Du ſie nicht heute noch mit Deinen ſchönen Banknoten? fragte ſie lachend.
Ich machte ihnen geſtern den Vorſchlag, ſagte der Graf düſter. Aber ſie verweigerten es und ſagten, ſie hätten mir klingendes Geld
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