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Der Kaiſer ging, ohne zu grüßen, weiter, und bald ſah man ihn, wie er hoch zu Roß, nur von einem einzigen Jockey gefolgt, durch die Menge ritt.
Graf Podſtadzky ſchaute ihm gedankenvoll ſinnend nach. War das ein Zufall, oder war das Abſicht? fragte er leiſe ſich ſelber. Wollt' er mich warnen, und ahnt er etwas? Oder iſt es nur im Allgemeinen ſeine Weiſe ſo? Man weiß ja, daß der Kaiſer ſogar von dem Edelmann verlangt, daß er arbeiten und ſich nützlich machen ſoll! Ah bah, ich werde zu Arabella gehen, und mit ihr überlegen!
V. Der Abſchied.
Sie ſaßen zuſammen in dem kleinem Cabinet, welches ſonſt ſo oft wiederhallt hatte von ihrem Lachen und ihren Scherzen, in welchem ſte oft der ganzen Welt gehöhnt, und die thörichten Menſchen ver⸗ ſpottet hatten.
Heute war das Lachen verſtummt, heute lag ein Schatten auf dem Antlitz der Gräfin Baillou, heute war ſelbſt der leichtſinnige und lebensluſtige Graf Podſtadzky ernſt und ſinnend.
Die Gräfin war herrlich geſchmückt; ein goldgeſticktes Sammet⸗ kleid umhüllte ihre ſchöne ſtolze Geſtalt, ein Diadem von Brillanten blitzte auf ihrer hohen Stirn, und köſtlich geſchmückt waren ihre Arme und ihr wundervoller nackter Hals. Sie war eben im Begriff ge⸗ weſen zu einem Diner bei der Fürſtin Karl Lichtenſtein zu fahren, als der Graf Podſtadzky gekommen war, und die ſeltſamen Nach⸗
richten, die er ihr gebracht, hatten ſte veranlaßt daheim zu bleiben, und
der Fürſtin Lichtenſtein ihre Entſchuldigung zu ſenden. Seit einer Stunde waren ſie beiſammen und überlegten! Ueber⸗ legten den Sinn jedes Wortes, welches der Kaiſer geſprochen, und
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