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unter, und daneben pirouettirten die Reitpferde, die am Zügel geleitet von der Hand der reichgekleideten Jokeys ihrer Cavaliere harrten.
Der ganze übrige Garten war jetzt leer, Alles hatte ſich nach dieſem Platz hingedrängt, und ein ungeheures Menſchengewoge füllte denſelben aus, alle Etiquette, alle Rangunterſchiede hatten aufgehört und in freudiger, ſtaunender Neugierde drängte das Volk ſich immer näher und näher heran, und durchbrach arglos die lebendige Mauer von Cavalieren, deren Abſicht es geweſen, in der Mitte des Platzes wenigſtens ſich und dem Hof eine Stelle zu bewahren, wohin das gemeine Volk ſeine profanen Schritte nicht richten könne.
Der Kaiſer hatte weder das Bemühen der Cavaliere, noch das rückſichtsloſe Vordrängen der nicht courfähigen Menge bemerkt, aber er ſah jetzt die finſtern, mißmüthigen Geſichter der Cavaliere, die ihn umgaben, ſah, wie ſie zornige Blicke hinter ſich warfen auf die gaffende Menge.
Was iſt Ihnen Allen denn widerfahren, meine Herren? fragte Joſeph lächelnd. Weshalb ſind Ihre Geſichter auf einmal ſo trübe und verſtört, daß man wahrhaftig meinen ſollte, es ſei plötzlich über Ihnen Allen ein Unglück eingebrochen? Sie ſchweigen Alle? Nun? Sprechen Sie, Herr Graf Fürſtenberg, was iſt es?
Sire, ich weiß nichts, ſagte der Graf verlegen.
Sie wiſſen nichts? Und doch iſt auch auf Ihrer Stirn eine Wolke? Sprechen Sie alſo, aber die Wahrheit.
Ew. Majeſtät befehlen es?
Ich befehle es!
Nun denn, Sire, wir finden Alle, daß dieſe Menge des Volkes hier ſehr beläſtigend iſt, und daß es ein wenig ſehr unbequem iſt, ſich von dieſen Menſchen begaffen und anſtieren zu laſſen, als wäre man irgend eine monſtröſe Seltenheit, die von den Südſeeinſeln, oder aus einem Raritäten⸗Cabinet gekommen, und hier ausgeſtellt worden.
Es iſt wahr, die Neugierde der Wiener iſt ein wenig lebhaft und feurig, ſagte der Kaiſer lächelnd, indem er ſeine großen blauen Augen mit einem freundlichen Blick über die Menſchenmaſſen dahin gleiten ließ. Aber nennen wir doch das Herandrängen der guten Leute nicht Neugierde, ſondern Liebe, dann wird es uns ſehr willkommen ſein.
Majeſtät halten zu Gnaden, es wäre auch dann noch höchſt un⸗
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