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um⸗ mer hren ſagte und
Jeib,
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Es ſchien, als halte der Frühling heute ſeine erſte Cour, und der ganze vornehme Adel ſei herbeigeſtrömt, um dem lächelnden ſonnen⸗ ſtrahlenden Fürſten, der jetzt die Welt beherrſchte, ſeine Huldigung darzubringen und von ihm erwärmt zu werden mit einem Sonnenblick.
Aber nicht bloß die Ariſtocratie in ihren Equipagen und auf ihren koſtbaren Pferden machte heut im Augarten dem Frühling ihre große Cour, ſondern auch der gemeine Mann, der Bürger und der Arbeiter, das Volk war in Maſſen hingeſtrömt, um des ſproſſenden Grüns der Bäume, der warmen erquicklichen Luft, der ſchönen Frühlings⸗ ſonne zu genießen, und nebenbei ſich zu ergötzen an dem Anblick der vornehmen Herren und Damen und ihrer Equipagen und Pferde, vor allen Dingen aber den Kaiſer zu ſehen, der jeden Mittag jetzt dort zu finden war.
Ein beſonders lebhaftes Wogen und Drängen fand daher heute nach dem großen Platz in der Mitte der Hauptallee ſtatt, Tauſende und aber Tauſende ſtrömten aus allen Gängen und Alleen dorthin, denn dort war der Kaiſer, und dort auch war der ganze Hof, und man konnte in nächſter Nähe dieſe vornehmen Damen ſehen, die ſonſt dem Volk ſo unnahbar nur in ihren vorüberfliegenden Equipagen, oder in der Loge des Theaters erſchienen, man konnte Ellenbogen an Ellenbogen mit den großen Herrn ſtehen, die man ſonſt nur hoch zu Roß, oder an den Fenſtern ihrer Paläſte im vornehmen Niederblicken auf das Volk aus der Ferne bewundert hatte, und endlich konnte man da den Kaiſer ſehen, der in liebenswürdigſter Einfachheit ſich auf⸗ und abbewegte, und in unbefangener Natürlichkeit, ganz ohne das Weſen vornehmer Herablaſſung, ſich unter die Menge miſchte, hierhin und dorthin freundliche Worte richtete, und ſich oft eben ſo lange und angelegentlich mit dem einfachen Bürgersmann unterhielt, als mit hochgebornen Ariſtocraten.
Der Kaiſer war vom Pferd geſtiegen, und ging jetzt zu Fuß auf und ab. Das war das Zeichen für alle Cavaliere geweſen, gleich⸗ falls ſich von ihren Roſſen zu ſchwingen, und dem Kaiſer zu folgen, das Zeichen auch für die Damen, ſich von den ſchwellenden Sammet⸗ polſtern ihrer Caroſſen aufzurichten und mit ihren ſeidenbeſchuheten Füßen die niedere Erde berühren. Ihre Equipagen ſtanden Kopf an Kopf in unabſehbarer Menge die lange Allee jenſeits des Platzes hin⸗


