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ſtiebte, und ſich an die Häuſer drückte, um nicht übergefahren zu werden. Die Equipage hielt vor dem Hötel des Grafen an, zwei Lakayen in himmelblauem Sammet mit reicher Silberſtickerei ſprangen von dem hintern Tritt und eilten, den Kutſchenſchlag zu öffnen. Zu gleicher Zeit flogen die beiden Flügel der Thür des gräflichen Hôtels auf, und eine Schaar goldfunkelnder Lakayen eilte heraus und breitete⸗ einen koſtbaren Teppich von dem Hôtel bis zu dem Wagen hin, ſich dann in ernſter, feierlicher Haltung zu beiden Seiten des Teppichs aufſtellend.
Und jetzt ſchwebte aus der geöffneten Kutſche eine Frauengeſtalt hervor, ganz eingehüllt in durchſichtigen Silberſtoff, ganz überſäet mit Brillanten, die wie Sterne ſie umfunkelten, und doch verdunkelt wurden von den wunderbaren großen flammenden ſchwarzen Augen, die in dieſem reizenden bleichen Geſicht ſtrahlten. Die Menge, be⸗ zaubert von dem Anblick dieſer ſchönen feenhaften Erſcheinung, brach aus in ein lautes Ach! der Bewunderung; die Dame hörte es, und blieb auf der erſten Stufe der Marmortreppe, die zu der Thür des Hötels führte, ſtehen. Mit einer zugleich ſtolzen und anmuthigen Bewegung wandte ſie ihr Haupt rückwärts, dem Publikum zu, und dankte ihm mit einem liebreizenden Lächeln für dieſes Gemurmel, deſſen ſchmeichelhafte Bedeutung ſte gar wohl verſtanden hatte. Das Publikum, ganz in Extaſe über dieſes Lächeln, über dieſen flammenden Blick der Dame, brach jetzt in ein lautes Jubelrufen aus, und be⸗ gann Brava! Braval ſchreiend zu applaudiren, als ob es ſich nicht auf offener Straße, ſondern im Theater befände, und der reizenden Prima Donna ſeine Huldigung darbringe.
Unter dieſem Beifallrufen, dieſem Applaudiren und Zujauchzen überſchritt die Dame die Schwelle des Hötels, und trat in den Flur ein. Die Zuſchauer der Straße reckten die Köpfe empor, um ihr nachzuſchauen, um dieſe mit Blumenfeſtons, mit Teppichen, Kron⸗ leuchtern und Statuen gezierte Vorhalle zu ſehen, in der eine Unzahl von Lioréebedienten auf⸗ und niederſchwirrte, und durch deren Mitte jetzt die funkelnde und blitzende Feengeſtalt, gefolgt von ihren Lakayen, langſam dahin ſchwebte.
Auf einmal indeß wurden die Thüren des«
Hotels geſchloſſen, und die Menge, welche nur Aug' und Sinn für das
glänzende Bild da


