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um deſſentwillen ſo viele junge geſunde Mädchen der Welt entſagen Sehnſucht konnten. Thaten Sie es aus Noth, und ſuchten Sie eine Zuflucht Arbeit übe im Kloſter, weil Sie arm waren? wie ein A
Ach, Majeſtät, arme Mädchen finden ſelten oder nie Aufnahme nach der im Kloſter. Ich hatte im Gegentheil ſehr wohlhabende Aeltern, die und konn mich als ihr einziges Kind zärtlich liebten. Sie waren Beide ſehr Kloſter Ih fromm, und freuten ſich, daß die Schweſtern des Königskloſters, in ich jauchze deſſen Nähe wir wohnten, ſo freundlich zu mir waren. Sie ſchickten Thräͤnen, mir Spielwerk und allerlei Näſchereien, ich beſuchte ſte im Sprach⸗ dieſer uns zimmer, und meine kindiſchen Plaudereien erheiterten und amüſirten der ſie, es war ein friſches grünes Blatt aus der Welt, das ihnen der ſankeit z Zufall in ihre dürre Einſamkeit hineinwehte, und deshalb gefiel es Augen u ihnen. Als ich ſteben Jahr zählte, nahm mich die Frau Priorin oft zu drücken Tage lang mit auf ihr Zimmer, ſogar im Chor mußte ich an ihrer Ich Seite bleiben. Sie lehrte mich leſen, ſchreiben, Amulette machen Ihre Ge und etwas ſingen. Meine Aeltern fühlten ſich geſchmeichelt durch V hoffen, dieſe Liebe, welche die hochwürdige Frau ihrem einzigen Kinde weihete, Und doch und aus Freude und Dankbarkeit verwandten ſie einen großen Theil und Klöſe ihres Vermögens auf koſtbare Geſchenke, die ſie dem Kloſter machten. db So wuchs ich heran unter den Liebkoſungen und Schmeicheleien der denken 1 Nonnen. Nun äußerten meine Aeltern den innigen Wunſch, mich o geſci als eine Braut Gottes vor allen Gefahren der Welt geborgen zu Drohunn, ſehen, und ich gab ohne Widerſtreben ihrem Wunſch nach. Ich kannte 9
8 denken a⸗ ja nichts anderes, als die reinen Kloſterfreuden, denen gegenüber man..
mir die Welt als einen Abgrund der Laſter und Verbrechen geſchildert 6 hatte. Ich ward Nonne; meine Aeltern opferten meiner Einkleidung aber d und Aufnahme den Reſt ihres Vermögens und ſtarben bald darauf. 8 ſin Ach, wie bald ſollte ich nun enttäuſcht werden über die reinen Kloſter⸗ 3 1 freuden! Die Nonnen, welche ich bis dahin immer gleich Engeln und linden Heiligen verehrt, hatten nun, da ſie nichts mehr von mir erlangen wollten, udnn nicht mehr nöthig, vor mir ihre gottſelige Maske des lächelnden Ki 4 Himmelsglückes zu tragen. Sie ließen ſie fallen und ich ſah dar⸗ N ſt
„unter ihre mißvergnügten, verdrüßlichen Geſichter, ſah, daß die Ge⸗ Sie
. 5 2 ine brechen, Schwachheiten und Fehler der Welt auch im Kloſter zu finden eint um ſeien! Nun bereuete ich, was ich gethan, und meine erträumte Glück⸗ denn 8
e ſeligkeit ward mir eine unerträgliche Laſt. Eine unausſprechliche V Nen „


