Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 3. Band (1857)
Entstehung
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die Penſton, die Sie als ausgetretene Nonne beziehen, weiter belaſſen. Nun, da Sie durch meine Schuld dem Leben wiedergegeben ſind, und ich gewiſſermaßen Ihr Eheprocurator geweſen bin, ſo iſt es nicht mehr als billig, daß ich Ihnen nun auch mein Hochzeitsgeſchenk mache. Ich werde alſo die Ausſteuer beſorgen, und Ihnen Ihre Penſion laſſen. Heirathen Sie alſo, meine kleine abtrünnige Himmels⸗ braut, heirathen Sie alſo meinen Offizier, und ſorgen Sie dafür, daß die Er⸗Nonne dem Staat bald einen jungen Weltbürger ſchenke. Ich lade mich zum Gevatter bei Ihrem erſten Sohn.

Oh, Ew. Majeſtät, rief das junge Mädchen mit ſtrahlenden Augen, Ihnen werde ich das Glück meines ganzen Lebens danken. Ihr Name wird niemals in meinen Gebeten fehlen, und wenn mir der gütige Gott wirklich eines Tages das Glück ſchenkt, Mutter zu werden, ſo ſoll das erſte Wort, welches mein Kind ſtammelt, der Name meines Kaiſers ſein, und ſein erſtes und heiligſtes Gebet ſoll für Ihr Wohl ſein, und Gott wird unſer Gebet erhören, er wird Ew. Majeſtät ſegnen mit Glück, Frieden und Freudigkeit!.

Sie zürnen mir alſo nicht, daß ich Sie dem Kloſter entriſſen habe? fragte Joſeph lächelnd.

Sire, ich ſegne Sie dafür, wie es alle die erlöſeten Klariſ⸗ ſinerinnen thun!

Alle? Ich denke, Ihr ſeid noch immer voll heiliger Wuth über den Tempelſchänder und Gottesleugner, der die heiligen Jungfrauen und Himmelsbräute hinausgeſtoßen hat in die ſündige Welt? Habt Ihr mir nicht bei Eurem Auszug aus dem Königskloſter eine Scene aufgeführt und ſogar verſucht, das Volk wider mich aufzuwiegeln?

Sire, wir mußten das thun, denn die Frau Priorin und unſer Seelſorger hatten es uns befohlen, und wir hatten uns drei Tage lang mit dem Prieſter, welchem die Frau Priorin nachher auf der Straße wie zufällig begegnete, die ganze Scene einſtudirt. Wir mußten weinen und die Augen gen Himmel wenden, während unſer Herz doch hüpfte vor Vergnügen, daß wir durch die Gnade Eurer Majeſtät frei werden ſollten!

Aber wenn es ſo war, weshalb waren Sie denn überhaupt in's Kloſter gegangen? Ich bitte, beantworten Sie mir dieſe Frage auf⸗ richtig. Ich möchte gern den wunderlichen Beruf näher kennen lernen,