einem ſanften Lächeln, ich darf nicht einen Moment meinen begonnenen
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Rieſenbau verlaſſen, damit mir die Prieſter nicht meine Bauſteine ſtehlen, und damit mir der hochmüthige Adel nicht von der Arbeit
wegläuft.
Und auch darin haben Sie Recht, daß ich keinen Nach⸗
folger habe, der meine Pläne verſteht und den guten Willen haben wird, ſie zu Ende zu führen. Ich werde und will alſo leben bis ich fertig bin mit meinem Werk!
Dann aber müſſen Ew. Majeſtät Sich auch ſchonen, rief Günther eifrig, dann müſſen Ew. Majeſtät wenigſtens die Nächte Sich Ruhe gönnen. Oh, Ew. Majeſtät werden mich nicht für einen ſo kleinlichen
Egoiſten halten, daß ich dies ſagen ſollte in meinem eigenen Intereſſe,
denn Sie wiſſen wohl, daß mein ganzes Leben dem Dienſt Eurer Majeſtät geweiht iſt, und daß nichts mir ſo ſchwer ſcheint, daß ich es nicht freudig thun würde, um mir dadurch die Zufriedenheit meines
Kaiſers zu
erwerben!
Joſeph elegte ſanft die Hand auf Günther's Schulter. Ich glaube
Ihnen, Günther, ſagte er ernſt. Sie gehören nicht allein zu meinen⸗
beſten Arbeitern, ſondern auch zu meinen beſten Freunden, und ich vertraue Ihnen, wie ich Wenigen vertraue, und ich mache Sie zum Mitwiſſer meiner größten politiſchen Geheimniſſe!
Ew. Majeſtät wiſſen wohl, daß ich eher ſterben würde, als nur
Ein Wort mit feſten,
Ihrer Geheimniſſe verrathen, ſagte Günther, dem Kaiſer leuchtenden Augen in's Antlitz ſchauend.
Aber da Sie alle meine Geheimniſſe wiſſen, fuhr der Kaiſer fort, da Sie meine Pläne für die Zukunft kennen, ſollten Sie mir auch nicht von Ruhe, von Erholung und Müßiggehen ſprechen! Ich habe ſo viel zu thun, daß ich oft bang und angſtvoll vor meiner Arbeit daſtehe, und daß mich eine fröſtelnde Angſt überfällt, ich möchte wirk⸗ lich nicht die Kraft haben, Alles zu vollenden. Oh, es wäre fürchter⸗ lich und entſetzlich, wenn ich zu früh abgerufen würde, wenn ich ſtürbe, bevor mein Gebäude noch unter Dach iſt und geſchützt gegen Regen
und Wind.
Günther, Günther, die Prieſter würden mir dann doch
wieder meinen großen freien Volkspalaſt in eine finſtere Kirche um⸗ wandeln, und auf dem Dach, wo ich die große Uhr anbringen will,
welche den
Fürſten und Völkern Oeſterreichs immer verkünden ſoll,
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