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rechtfertigt mich vor meinen eigenen Augen, und giebt mir die Ge⸗ wißheit, daß ich den kühnen Schritt wagen darf!
Ew. Majeſtät haben mich nicht zu Ende ſprechen laſſen, ſagte Loudon ernſt. Ich ſagte, jedes rechtliche Mittel ſei Ihnen erlaubt, den Friedensſchluß zu hintertreiben. Aber das Mittel, welches der Zorn Eurer Majeſtät gerathen, iſt kein rechtliches Mittel. Das Schau⸗ ſpiel eines Zwiſtes zwiſchen Mutter und Sohn iſt in jeder Hinſicht ein beklagenswerthes und trauriges.
Aber habe ich nicht Recht in dieſem Zwiſt, unterbrach ihn der der Kaiſer, bin ich es nicht, der gekränkt, gedemüthigt iſt?
Loudon fuhr fort: Aber die Welt iſt glücklicher Weiſe noch nicht ſo verderbt, daß ſie in ſolchem Zwiſt dennoch nicht die Partei der Mutter gegen den Sohn nehmen ſollte, ſelbſt wenn das Recht auf ſeiner Seite ſtände. Und welchen Eindruck würde dieſes Verfahren des kaiſerlichen Sohnes auf das öſterreichiſche Volk machen, welches ſich unter der patriarchaliſchen Regierung Maria Thereſia's glücklich fühlt, und die Kaiſerin liebt als ihrer Aller Mutter! Dieſe Liebe des Volks zu ſeiner Kaiſerin hat in den Zeiten der Gefahr Wunder gewirkt, und ſelbſt den Staat gerettet! Ew. Majeſtät iſt von der Vorſehung erkoren, einſt mit der öſterreichiſchen Monarchie auch dieſe Liebe der Unterthanen zu erben, und wollen und dürfen darum auf dieſes Erb⸗ theil nicht verzichten, oder in der Fremde einen Erſatz für die Liebe Ihrer Oeſterreicher ſuchen. Ganz Oeſterreich ſchaut jetzt auf Sie hin und hofft von Ihnen eine glückliche und ſegensreiche Zukunft. Aber wie wollen Ew. Majeſtät jetzt Ihren Völkern das Beiſpiel eines mit ſeiner erhabenen Mutter im Zwiſt lebenden Sohnes geben, und dann von ihnen die Erfüllung der kindlichen Pflichten erwarten, über welche Sie ſelber Sich hinweg geſetzt haben? Wie wollen Sie dereinſt gehorſame Unterthanen verlangen, wenn Sie ſelber kein ge⸗ horſamer Sohn und Unterthan ſind*)?
Und als Loudon mit lauter zürnender Stimme ſo fragte, flammten ſeine Augen höher auf, und richteten ſich mit einem Ausdruck edlen Zornes auf das Antlitz des Kaiſers.— Joſeph ſchlug vor dieſem kühnen Blick das Auge nieder, und ſeufzte.
*) Loudon’s eigene Worte. Siehe Groß⸗Hoffinger I. S. 371.


