en Gallop
ten, ſagte chweigſam den König zitterten,
n Seufzer erurſachte, oder min⸗
n General
und als kehrte in
den Kö⸗ an mußte gen, denn abeweglich
der König ör wollte Niemand
ck an die zuckenden
—
ssanlt! Zeit un⸗
eres? ach⸗
hin, und aus tiefer el fort: 3 Jugend nd ſeinem lein!
llen Blick
113
in dem öden, düſtern Gemach umherſchweifen. Auf einmal zuckte es wie ein freudiger Blitz in ſeinen Augen auf, und ſeine Blicke hefteten ſich mit einem ſimmer ſanftern, mildern Ausdruck auf den Tiſch— auf den kleinen, dunklen, mit Leder bezogenen Kaſten, der da zur Seite der Papiere und Landkarten ſtand.—
In dieſem Kaſten war ſeine Flöte, die treue Freundin ſeiner guten und ſeiner ſchlimmen Tage, die langjährige Gefährtin des Helden⸗ greiſes. Er hatte ſie in der letzten Zeit vernachläſſigt, und nicht Ein⸗ mal hatte er in der Mißſtimmung, die ihn während dieſes Feldzugs verfolgte, ſeine Flöte aus ihrem Gefängniß entlaſſen.
Jetzt aber ſtreckte er die Hand nach ihr aus, jetzt fühlte er, daß es ihren ſchmeichelnden Tönen vielleicht gelingen möchte, ſeine Qualen zu lindern, und daß er ihr allein ſie zu klagen vermöchte.
Komm, meine Freundin, komm, ſagte er leiſe, ich will Dir meine Schmerzen klagen, und ich weiß, daß Du beſſer als die Menſchen mein Herz verſtehen wirſt!
Er ſetzte die Flöte an die Lippen und begann zu blaſen. Aber auch die Flöte ſchien alt geworden zu ſein und ſchwach, wie ihr königlicher Freund! Mühſam nur und zitternd kamen die Töne aus ihr hervor, jeder Ton begleitet von einem leiſen Ziſchen und Pfeifen, wie als ob der Wind durch zerfallene Ruinen pfeift.*) Mitten in dem angefangenen Adagio unterbrach ſich der König und ließ die Hand, welche die Flöte hielt, langſam niedergleiten.
Es iſt vorbei! ſagte er mit einem lauten, ſchmerzlichen Seufzer. Der letzte Sonnenſtrahl aus den Tagen meiner Jugend iſt erloſchen! Oh beneidenswerthe Jugend! Sie kann wenigſtens ihre Schmerzen noch ſingen, wenn ſie von keinen Freuden mehr zu ſingen hat! Das Alter aber muß ganz und gar verſtummen und ſchweigend ſein großes Leid, über das die Menſchen lachen würden, in ſich hinein freſſen!
Er ſchwieg und ſeine großen blauen Augen, in denen noch das
ewige, unvergängliche Feuer der Jugend erglänzte, richteten ſich mit einem Ausdruck tiefen Schmerzes, vorwurfsvoller Klage zum Himmel
⸗
*) Der König mußte zur Zeit des baieriſchen Erbfolgekrieges das Flötenblaſen aufgeben wegen ſeiner zitternden Hände und des Verluſtes ſeiner Vorderzähne. Preuß: Friedrich der Große. Th. I, S. 211.
Kaiſer Joſeph. 3. Abth. I.. 8
„
——
— —


