Teil eines Werkes 
3. und letzte Abtheilung, Kaiser Joseph als Selbstherrscher : 1. Band (1857)
Entstehung
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Er hielt es an und erwartete ſeine Suite, die im vollen Gallop ihm gefolgt war.

Langſam, meine Herren, laſſen Sie uns langſam reiten, ſagte der König matt. Sie ritten langſam weiter, der König ſchweigſam und ſtumm, die Generäle verſtohlene Blicke der Angſt auf den König werfend, deſſen Antlitz immer bleicher ward, deſſen Lippen zitterten, wie von großen Schmerzen.

Aber er ertrug ſeine Qual, und keine Klage, kaum ein Seufzer entfuhr ſeinen Lippen. Wenn ſein Körper ihm Schmerzen verurſachte, war ſein Geiſt doch noch mächtig genug, ſie zu überwinden oder min⸗ deſtens zu ertragen. Erſt als er die Stelle erreicht, die vom General von Keller als zum Uebergang tauglich bezeichnet worden, und als er ſie genau beſichtigt hatte, wandte er ſein Pferd um und kehrte in das Lager zurück.

Aber vor ſeinem Quartier angelangt, genügte es nicht, den Kö⸗ nig vom Pferde zu heben, wie man ihn hinaufgehoben. Man mußte ihn bis in ſein Zimmer und bis zu ſeinem Lehnſtuhl tragen, denn die ungewohnte Anſtrengung hatte ſeine Glieder ſteif und unbewegliche gemacht.

Als er auf ſeinem Lehnſtuhl niedergelaſſen war, winkte der König heftig mit der Hand und befahl Allen, hinauszugehen. Er wollte allein ſein, er mußte allein ſein, um ſich zu ſammeln, um Niemand ſeine Schmerzen zu zeigen.

Mit einem tiefen Seufzer legte er ſein Haupt zurück an die Lehne des Stuhls, und wieder murmelten ſeine ſchmerzlich zuckenden Lippen: Malheureux, laisse en paix ton cheval vieillissant! Dann ſchwieg er und ſchloß die Augen, und ſaß eine lange Zeit un⸗ beweglich da, ſchweigend, verloren in ſchmerzliches und hitteres Nach⸗ denken.

Es iſt vorbei mit mir, murmelte er dann leiſe vor ſich hin, und zum erſten Mal vielleicht nicht im leichten Spott, ſondern aus tiefer Ueberzeugung ſich der Worte der Bibel bedienend, fuhrt er fort: Der Geiſt iſt willig, doch das Fleiſch iſt ſchwach! Die Jugend hat mich verlaſſen und das Alter mit ſeinem Krückſtock und ſeinem Aſchenmantel hockt vor meiner Thür, und es findet mich allein!

So ſprechend ließ der König einen langen, ſchmerzvollen Blick

gute grei mal verft

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