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Dieſe Zeit iſt Gott ſei Dank vorüber, und ſie wird nicht wieder kommen, rief Joſeph, das Haupt ſtolz zurückwerfend. Der König ſoll ſich, hoffe ich, bald überzeugen, daß wir gar wohl den Muth haben, ihm gegenüber zu treten, und daß ſeine Perſon für uns kein Schreckbild mehr iſt. Oh mein Freund, wie furchtbar iſt dieſe Zeit des Wartens, zu welcher der Befehl und das Flehen meiner Mutter mich verurtheilt hat, und welch ein Thor war ich, ihrer Angſt nach⸗ zugeben, und ihr zu geloben, daß nicht ich der Angreifende ſein, ſondern es ruhig abwarten will, bis der König uns angreift. Jetzt muß ich, gebändigt und gelähmt, die Dinge in müßiger Ruhe er⸗ warten, darf nicht mein Schwert erheben, nicht den alten langjährigen Feind meines Hauſes zur Rechenſchaft ziehen für all die Unbill, die er uns angethan, bin verurtheilt zum Zaudern und Warten, während meine ganze Seele glüht nach Kampf und Streit, während ich mich ſehne, entweder auf dem Schlachtfeld ruhmvoll zu fallen, oder mir Lorbeeren zu erkämpfen!
Und dennoch iſt es ein Glück, Sire, daß Sie bis jetzt nichts unternommen haben, ſagte Lacy bedächtig. Alles kommt darauf an, Zeit zu gewinnen, damit unſere Armee ſich immer mehr zuſammen ziehen, und unſere Truppen vollſtändig und ſchlagfertig dem König gegenüber ſtehen, und jeden Kampf mit ihm wagen können. Noch iſt er uns an Stärke überlegen, denn er ſelber ſteht mit einem Heer von ſiebenzigtauſend Mann bei Welsdorf an der Elbe, und mehr als funfzigtauſend Mann hat Prinz Heinrich bei Nienburg um ſich geſammelt.
Aber wir werden dieſen hundertzwanzigtauſend Mann bald zweimal⸗ hunderttauſend gegenüber zu ſtellen haben, rief Joſeph ungeſtüm.
Wir werden ſie haben, fagte Lacy bedächtig. Aber dazu be⸗ dürfen wir immer noch einige Tage Zeit; dann aber wird unſere Armee vollzählig ſein, dann werden wir, Dank der Zauderpolitik des Königs von Preußen, die Elbe von Königsgrätz bis Arnau und Hohenelb mit zweimalhunderttauſend Mann Soldaten beſetzt haben, und davon könen wir in ſicherſter Ruhe hinter unſern Verſchanzungen und natürlichen Schutzwehr der hohen Ufer der Elbe, den Feind er⸗ warten: Er wird uns nicht mehr gefährlich ſein, und uns keine Lor⸗ beeren mehr abgewinnen!
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