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Das war auch für die öſterreichiſchen Truppen das Signal zum Ausmarſch, und trotz ihrer Seelenangſt, ihres inneren Widerſtrebens, ihres Widerwillens gegen dieſen Krieg mußte Maria Thereſta darein willigen, daß Kaiſer Joſeph ſich ſelbſt an die Spitze ſeiner aus⸗ marſchirenden Truppen ſtellte, und in's Feld zog, um ſich von dem König von Preußen Lorbeeren und Ruhm zu erobern. Diesmal war
l ihr Flehen, ihre Vorſtellungen vergeblich geweſen, der feurige kühne Thatendrang Joſephs ließ ſich dies Mal nicht mehr zügeln; wie das Schlachtroß, welches den Klang der Trompeten vernommen hat, glühte er nach Thaten, drängte es ihn vorwärts dem Kampfplatz zu! Der ſonſt ſtets ſo gehorſame und unterwürfige Sohn hatte ſich jetzt auf einmal in einen kampfbegierigen ungeduldigen Krieger verwandelt, und Maria Thereſia fühlte, daß ihre Hände zu ſchwach ſeien, ihn jetzt noch zurückzuhalten, um ſo mehr, als auch Kaunitz dies Mal nicht auf ihrer Seite ſtand, ſondern ſich frei und offen zu des Kaiſer Anſich ten bekannte
Weinend und voll Seelenangſt ließ daher die Kaiſerin ihren Sohn an der Seite des Feldmarſchalls Lacy in's Feld ziehen, und ſank ohnmächtig zuſammen als Joſeph ihr ſein letztes Lebewohl geſagt und ſich ihren Armen entriſſen hatte.
III. Die Zauderpolitik.
Mit haſtigen Schritten ging Kaiſer Joſeph in ſeinem Cabinet auf und ab, zuweilen am Fenſter ſtehen bleibend, und mit zerſtreuten Blicken hinaus ſchauend auf die weite Ebene, die ſich da vor ihm aufthat, und auf welcher öſterreichiſche Soldaten aller Waffengattungen im bunten Durcheinander lagerten, dann wieder an den Jiſch tretend, und dem Feldmarſchall Lacy zuſchauend, welcher eifrig mit, Landkarten und Plänen beſchäftigt war.


