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dieſelbe, und indem ſeine Augen den trüben, angſtvollen Blicken des Fürſten begegneten, flog ein ſanftes Lächeln über des Kaiſers Antlitz hin.
Ich bitte Ew. Majeſtät, den Herrn Fürſten von dieſer Erzählung zu entbinden, und ſie mir zu übertragen, ſagte der Kaiſer faſt bittend. Se. Durchlaucht iſt ohne Zweifel auch ein wenig erſchöpft von dem Weg hierher, und da Er die Depeſche bereits kennt und geleſen hat, ſo iſt es nicht nöthig, daß er ihr noch einmal zuhört. Ew. Majeſtät werden daher gewiß erlauben, daß der Fürſt ſich dort drüben auf dem Fauteuil, der in der Fenſterniſche ſteht, ein wenig niederlaſſe, und es dort abwarte, bis ich Ew. Majeſtät mit dem Inhalt der De⸗ peſche bekannt gemacht habe.
Die Kaiſerin nickte haſtig Gewährung, und der Fürſt, deſſen Stirn ſich jetzt wieder aufgeklärt hatte, wandte ſich ab und ſchritt nach dem von Joſeph bezeichneten Lehnſtuhl hin, der an der äußerſten Ecke des großen Gemaches und weit genug entfernt ſtand, um den Fürſten nicht zu zwingen, das zu hören, was der Kaiſer mit ſeiner Mutter zu ſprechen hatte.
Joſeph ſchaute ſinnend und lächelnd der hohen, ſteifen Geſtalt des alten Fürſten nach, und erſt als dieſer ſich langſam auf dem Fau⸗ teuil in der Fenſterniſche niedergelaſſen, und die ſchweren ſeidenen Vorhänge hinter ſich zugezogen hatte, ſo daß er ganz und gar hinter denſelben verſchwunden war, wandte Joſeph ſich wieder der Kaiſerin zu.
Verzeihen Ew. Majeſtät, ſagte er leiſe, aber Sie wiſſen ja, welch einen Abſcheu der Fürſt vor einigen Worten und Ideen hat, und daß
Per es nicht vertragen kann, wenn man zu ihm vom Tode und von den Blattern ſpricht. Beide Worte aber ſind der Hauptinhalt dieſer Depeſche, deshalb bat ich Ew. Majeſtät, dem Fürſten zu erlauben, daß er ſich ein wenig zurückziehen dürfe.
Es war ſchön von Dir, mein Sohn, daß Du nicht vergaßeſt, was mir in der Aufregung des Momentes entfallen war, rief die Kaiſerin haſtig. Aber Du ſagſt, es ſei in dieſer Depeſche von den Blattern die Rede. Iſt denn der Churfürſt Maximilian Joſeph an den Blattern geſtorben?
Ja, Majeſtät, an den Blattern, wie ſeine Schweſter, meine unglückliche Gemahlin Joſepha, ſagte der Kaiſer ernſt.
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