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ich auch bei Bruder, hier vergeſſe ich das Alles, hier lege ich den Prunk meines elen⸗ n Volke, bei den Glückes ab, hier ruh' ich aus, und umgeben von einigen wenigen nich verhaßt vertrauten Freunden, ſuche ich mir hier eine Stunde der Ruhe, des
etite maison behaglichen Sichgehenlaſſens zu erhaſchen!
Aber Sie dürfen das nicht, meine Schweſter! Sie dürfen niemals vergeſſen, daß Sie Königin von Frankreich ſind, und, verzeihen Sie es mir, Sie haben es zuweilen vergeſſen, Sie haben mit verwegener Hand einen Strich durch die Geſetze der Etiquette gezogen, welche die Königinnen von Frankreich ſeit Jahrhunderten ertragen haben!
Mein Gott, rief die Königin mit einem ſpöttiſchen Lachen, das wollen Sie mir zum Vorwurf machen, Sie, welcher die Etiquette ſtets mit Spott verfolgt, und ſich ihr ſelber niemals unterwirft?
Ich darf das thun, denn ich bin ein Mann, und Vieles iſt dem Manne erlaubt, was man der Frau niemals verzeihen wird! Ein Mann darf wohl unter der Maske die öffentlichen Opernbälle beſuchen, und wäre er immerhin ein König oder Kaiſer. Aber eine Frau, eine Kö⸗ nigin darf das nicht, und verzeihen Sie, Sie haben es gethan.
Ich that es mit Einwilligung des Königs, ſagte ſie raſch, und Entſetzens, niemals war ich auf einem Opernball ohne meine Ehrendanmen, und d drum ohne die Prinzen!
Sie da Ein Mann, und ſei er auch der größte Fürſt, darf auch im Fiacre fahren, aber eine Königin nicht, und, meine Schweſter, Sie haben auch
über, welche on Provence
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ſe Zurückge⸗ z ein Mann wünde hei⸗ e verbreiten,
ernen Mühr ddas gethan! Feinde 1 Es war ein Zufall, mein Bruder! Ich wollte mit der Herzogin unt Si 3 von Duras auf den Opernball fahren, unſer Wagen brach, und Louis uniel Fenn mußte uns einen Fiacre holen, damit wir weiter fahren konnten.*) es wird m Ein Mann, ein König oder Kaiſer, darf ſich auch wohl im Ueber muthe der Jugend erlauben, ſolche leichtfertige und kindiſche Spiele, halb, gerade wie Colin⸗Maillard, und dies berüchtigte Descamptivados, dies verliebte Säle, und Verſteckſpiel, mit ſeinem Hofe zu treiben, aber wenn eine Königin das eich hiehe thut, ſo vergiebt ſie dadurch ihrer eigenen Würde und erlaubt ihrem he umgeben Hof eine Vertraulichkeit, die eines Tages in Mißachtung umſchlagen t und 1. kann. Und dennoch, meine Schweſter, haben Sie dieſe Spiele geſpielt, Königs,
*) Campan, I, p. 165.


