Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 4. Band (1857)
Entstehung
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Bald darauf vernahm man von der Straße her das Fortrollen des Wagens, in welchem der Kaiſer von dannen fuhr, und von Rouſſeau's Studirſtube her die laute, keifende Stimme der Thereſe Levaſſeur, welche dem Philoſophen eine Scene machte, weil er mit ſeiner Abſchrift nicht fertig geworden.

XVII. Der Abſchied.

Die ſechs Wochen, welche der Kaiſer für ſeinen Aufenthalt in Paris beſtimmt hatte, waren zu Ende gegangen, und Joſeph wollte jetzt auf einem Umwege durch Frankreich und die Schweiz ſeine Heim⸗ reiſe antreten. Paris hatte ihm nichts Neues mehr zu bieten, denn er hatte Alles geſehen, Alles ſtudirt, und in raſtloſem Eifer vom Morgen bis zum Abend thätig, hatte er alle Inſtitute, alle Sammlungen, alle Fabriken und Kunſtſchätze mit Aerfgnerkſamkeſt betrachtet. Auch der Genuß und die Triumphe ſeines Pariſer Aufenthaltes waren jetzt er⸗ ſchöpft. Ganz Paris hatte dem Kaiſer gehuldigt, in den höchſten Ge⸗ ſellſchaften, wie im Volk ſprach man mit Enthuſiasmus von dem Kai⸗ ſer, erzählte man ſich Züge von ſeiner Leutſeligkeit, ſeinem Witz und ſeiner Geiſtesſchärfe. Selbſt die berühmten Fiſchweiber von Paris, die Damen der Halle, waren von dem allgemeinen Enthuſiasmus mit fort⸗ geriſſen worden, und hatten ſich in feierlicher Proceſſion zum Kaiſer begeben, um ihre Huldigung darzubringen.*)

Mehr denn hundert Fiſchweiber in ihrem glänzendſten Putz begaben ſich in das Hötel Treville, angeführt von der Aelteſten von ihnen, der Madame Trigodin, um dem Kaiſer einen Beweis ihrer Achtung zu gehen. Joſeph nahm ihren Beſuch an, und Madame Trigodin richtete an ihn, im Namen ihrer Schwe⸗ ſtern, und indem ſie dem Kaiſer einen rieſengroßen Blumenſtrauß überreichte, folgende Anrede:Gnädigſter Herr Kaiſer. Nehmen Sie es nicht übel, wir wiſſen es wohl, daß Sie es ſind, obwohl Ihr Kammerdiener es verboten hat, daß wir es Ihnen ſagen. Der König und die Königin und wir Alle ſind