Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 4. Band (1857)
Entstehung
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Gedanken dich habe ggte. Ich ein war⸗ rochen, wie

ſagte Jo⸗ ie es mir, ebung und iemt, wel⸗ Zeit und Menſch⸗ aft Ihres

Gönnen und Dich⸗ Sie vor em Kaiſer,

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es alſo nur immer da auf dem Tiſch auf, während ich zu meinem Mann gehe, und Ihnen die Noten hole.

Mein Gott, murmelte Rouſſeau angſtvoll und erſchrocken, mein Gott, und ich bin noch nicht fertig! Und ich hatte es Thereſen ſo feſt verſprochen, nicht eher aufzuſtehen von meinem Stuhl, als bis ich die Abſchrift fertig hätte, denn ſie braucht das Geld ſo nothwendig. Was ſoll ich ihr nun ſagen? Womit mich entſchuldigen? Und indem Rouſſeau ſich lebhaft dem Kaiſer zuwandte, fuhr er fort: Sie fragten mich eben, was Sie für mich thun könnten, Sire? Nun, Sie können mir einen großen Gefallen erzeigen, mein Herr. Thereſe wird kommen! Ich höre ſchon ihren Schritt auf der Treppe. Wenn ſie einen Frem⸗ den bei mir findet, während ich ihr verſprochen hatte, Niemand zu em⸗ pfangen, und meine Arbeit fertig zu machen, wird ſie mit vollem Rechte ſehr böſe auf mich werden. Wenn ſie aber erzürnt iſt, pflegt die arme gute Thereſe ſehr laut zu ſprechen, und das greift meine ſchwachen Ner⸗ ven an. Gehen Sie alſo, ich beſchwöre Sie um dieſen Dienſt, gehen Sie!

Aber wenn ich da hinaus gehe, werde ich ihr doch ohne Zweifel begegnen, und außerdem, wenn ſie mich auch nicht ſieht, wird ſie doch ſehen, daß Ihre Arbeit nicht fertig iſt?

Ich werde ihr ſagen, daß ich mich ein wenig ausgeruht habe, daß ich mich matt fühlte, und dann wird ſie mir ſchon eher vergeben, denn ſie hat ein gutes und großmüthiges Herz. Nein, fuhr Rouſſeau er⸗ röthend fort, ich werde nicht lügen, ich werde ihr die Wahrheit ſagen, aber ich will nicht, daß Sie dabei ſind, es würde mich zu ſehr beſchämen, wenn Sie Zeuge wären wie ich geſcholten werde! Sie kommt! Ich bitte Sie um den Liebesdienſt, Sire, gehen Sie fort! Da hinaus, durch dieſe kleine Thür. Sie führt in meine Schlafkammer. Durch die entgegengeſetzte Thür kommen Sie zur Treppe, und können unge⸗ fährdet hinabſteigen!

Und zitternd vor Aufregung drängte Rouſſeau den Kaiſer nach der kleinen Thür hin, die er öffnete. Treten Sie ein, Sire, ſie iſt ſchon

vor der Thür, flüſterte er.

Der Kaiſer nickte ihm lächelnd einen Abſchiedsgruß zu, und trat in die Kammer, deren Thür er hinter ſich ſchloß. 3

P.

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