Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 4. Band (1857)
Entstehung
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werk verſehene Schaalen, oben mit Papier geſchloſſen, das vielfach durchſtochen war.

Der Fremde hatte mit einem ſchnellen, forſchenden Blick das Zim⸗ mer beſchaut, und ließ jetzt ſeine Augen auf der Geſtalt verweilen, welche da drüben vor dem großen, mit Papieren und Schreibgeräth bedeckten Tiſche ſaß. Dies war ein Mann in einem einfachen, grauen Rock von grobem Tuche, wie es die Arbeiter und die Bauern vielleicht an Sonntagen zu tragen pflegten; der Kragen ſeines Hemdes, von grober Leinwand, das auf der Bruſt zwiſchen einer einfachen Weſte ſichtbar ward, war über ein buntes Baumwollentuch zurückgeſchlagen, welches vorn am Halſe zu einem leichten Knoten geſchürzt war. Das Antlitz dieſes Mannes war bleich, traurig und erſchöpft, und die Falten und Runzeln deſſelben, wie das graue Haar, das in wenigen leichten Streifen ſeinen Scheitel umgab, ließen erkennen, daß er ſchon mehr als ſechszig Jahre viel von der Laſt, und wenig von dem Genuſſe des Lebens erfahren hatte. Nur aus ſeinen großen Augen, von einem dunklen Grau, ſtrahlte noch das Feuer der Jugend und der Schwär⸗ merei, und das ſanfte, milde Lächeln, das ſeine ſchmalen Lippen um⸗ ſpielte, zeugte von ſeiner Herzensgüte und Geduld. Er ſchien ſo eben mit Schreiben beſchäftigt geweſen zu ſein, denn ſeine Hand ruhte noch auf dem Papier, das da vor ihm lag, und ſeine Finger hielten noch die Feder über dem Papiere, von welchem er nur ſeine Augen empor⸗ gehoben hatte, um den eintretenden Fremden anzuſchauen.

Verzeihen Sie, mein Herr, ſagte dieſer, daß ich ſo unangemeldet hier einzutreten wage. Indeß ich fand Niemand zu Hauſe, der mich hätte melden können.

Das geht ſehr natürlich zu, mein Herr, erwiderte der Andere mit einem Lächeln. Wir ſind zu arm, um uns eine Dienerin zu halten, und meine gute Thereſe iſt vielleicht ausgegangen, etwas einzuholen. Womit kann ich Ihnen dienen?

Ich kam nur, um Jean Jacques Rouſſeau, den Dichter, den Phi⸗ loſophen und den Weltweiſen zu begrüßen.

Jean Jacques Rouſſeau bin ich, aber ich fürchte, alle ihre Epitheta ſind falſch. Das Leben iſt ſo rauh mit mir umgegangen, daß es den Dichter, der ich vielleicht einſt war, in einen alten, mürriſchen, entnüch⸗

eine iſt Po

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