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zu bitten, daß man dem guten, neugierigen Volke von Paris einmal wieder das Vergnügen vergönne, die königliche Familie ſpeiſen zu ſehen, und alſo einige Male öffentlich wieder in den großen Sälen dinire.
Die Königin, wie geſagt, kehrte in ihre Gemächer zurück, und trat in ihr Kabinet, um dort mit Herrn von Augeard, ihrem Geheimſecretair und Treéſorier zu arbeiten, wie dies täglich nach dem Diner zu geſche⸗ hen pflegte. Marie Antoinette alſo arbeitete, das heißt, ſie nahm vor ihrem Schreibtiſche Platz, und unterzeichnete eines nach dem andern die Papiere, welche Herr von Augeard ihr darreichte, und unterhielt ſich dabei, während ſie unterzeichnete, ganz unbefangen und heiter mit dieſem Herrn.
Auf einmal öffnete ſich die Thür ihres Kabinets und der Kaiſer trat ein. Die Königin wollte aufſtehen und ihm entgegen gehen, aber Joſeph eilte zu ihr hin und drückte ſie mit liebevoller Gewalt wieder in ihren Fauteuil nieder.
Bleiben Sie, ich beſchwöre Sie, meine Schweſter, ſagte er, bleiben Sie. Gönnen Sie mir doch den reizenden Anblick, Sie arbeiten zu ſehen, und vertreiben Sie mich nicht von hier, indem Sie mir zeigen, daß ich Sie ſtöre. Wenn Sie Sich unterbrechen laſſen durch meine Gegenwart, ſo muß ich ſogleich fortgehen, und ich wollte Sie doch um die Gunſt bitten, Sie heute in das Theater begleiten zu dürfen.
Nun denn, ich werde gehorchen, mein Bruder, ich werde weiter arbeiten, ſagte die Königin lächelnd.
Und von mir gar keine Notiz nehmen, ſondern ganz vergeſſen, daß ich hier bin! Arbeiten Sie, und laſſen Sie mich auf und nieder⸗ gehen.
Er grüßte ſeine Schweſter mit einem freundlichen Lächeln und die Arme ineinander legend, ging er langſam in dem Kabinet auf und ab.
Marie Antoinette arbeitete weiter, das heißt, indem Sie ihre Unterhaltung mit Herrn von Augeard fortſetzte, unterzeichnete ſie die Papiere, die er ihr vorlegte, und alsdann wieder in ſein Porte— feuille ſchob.
Der Kaiſer hatte auf⸗ und abwandelnd eine Zeitlang dieſer„Ar⸗ beit“ zugeſchaut, und allmälig hatte ſeine Stirne ſich bewölkt, und ſein
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