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men, und welche ſchon vorhin ſo gehäſſige Worte gegen den feierlichen Pomp geſprochen, mit welchem der König von Frankreich ſich von ſei⸗ nem Volk abzuſchließen gewohnt war.
Dieſe Stimme rief: Marforio hat wieder einen Spitzreim gemacht, und es ſcheint, er hält mich für Pasquin, denn er hat es mir eben in's Ohr geflüſtert.
Nun, was hat er geſagt, der gute Marforio? fragte die Menge lachend. Laßt uns hören, Pasquin! Sagt uns das neue Epigramm Marforio's.
Ich will's Euch ſagen, kreiſchte die Stimme. Hört nur:
Dem Auge, ganz entzückt von ſeiner Einfachheit,
Zeigt Falkenſtein ganz ohne Pracht die Majeſtät.
Welch ſchmachvollen Contraſt zeigt hier ihm Eitelkeit?
Was findet er bei uns? Die Pracht, doch ohne Majeſtät.*)
Bravo, bravo! rief die Menge, laßt uns das Epigramm noch einmal hören, wir wollen es uns aufſchreiben, wir wollen es unſern Freunden wiederholen. Laßt uns das Epigramm noch einmal hören, damit ganz Paris erfahre, was Marforio geſagt hat!
Die Bitte der Menge ward erfüllt, die Stimme recitirte noch ein⸗ mal das beißende Epigramm und am Abende deſſelben Tages ward es in allen Cafféhäuſern und allen Geſellſchaften von Paris wiederholt.
XV. Das ZBiner en Famille.
Der König und der Kaiſer hatten ſich indeß in die kleinen Ge⸗
mächer begeben, um in dem großen Kabinet das Diner en famille ein⸗
*) A nos ycux étonnés de sa simplicité Falkenstein a montré la majesté sans faste,
Chez nous par un honteux contraste Qu'a-t'il trouvé?— faste sans majesté. t
(Ramshorn, S. 146.)
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