Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 4. Band (1857)
Entstehung
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,in den XIV. in Gottes einfache Der Spaziergang und das Epigramm.

erden von

Das hohe Fürſtenpaar alſo ging allein ſpazieren, das heißt im Gefolge von ungefähr zwanzig Edellenten, welche das unangreifbare Privilegium beſaßen, nicht bloß zu den Jagden in die Carroſſen des n Garde⸗ Königs zu ſteigen, ſondern ihn auch auf den Spaziergängen zu begleiten.

Es iſt alſo bei Ihnen nicht Sitte, daß die Fürſten bei ihrem öffentlichen Erſcheinen immer repräſentiren müſſen? fragte der König nach einer Pauſe, in welcher ſie ſtumm dahin gewandelt waren.

Oh doch, Sire, wir haben auch unſere Leibgarde, die uns beglei⸗ tet, ſagte Joſeph, nur iſt es das Volk, welches dieſelbe bildet, und im Geleite dieſer Leibgarde ſind wir überall ſicher und wohlgeborgen. Ich bin gewiß, mein Bruder, daß Ihr gutes Volk ſehr gern bereit ſein würde, auch Ihre Leibgarde zu bilden, und Sie ſtatt der Schweizer zu escortiren. Sie ſollten es nur einmal verſuchen mit dieſer Art der Leibgarde, Sire, ſie iſt wohlfeiler und gewährt viel Freude und Ge⸗ nugthuung!

Freilich, ſagte der König leichthin, es iſt ſehr wohlfeil ſich populär zu machen, nur muß man ſolche Popularität mit ſeiner verletzten Würde bezahlen, und das ſcheint mir doch ein wenig theuer erkauft, wenigſtens

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ii es d möchten wir in Frankreich dieſen Kaufpreis nicht zahlen! Der Kaiſer heftete ſeine großen, blanen Augen mit einem ſanften ie zurüch. Blick auf Ludwig. Finden Sie denn, mein Bruder, ſagte er, daß man 3 durch die nahe Berührung des Volks einbüßt an ſeiner Würde? Ich rFürſten meine nicht, daß es nöthig iſt, vor dem Volk, um von ihm geachtet

die große

henr und geliebt zu werden, immer einherzuſtolziren als der Popanz der ſſchehen! eſchehe

3 Majeſtät, ſondern daß der Fürſt ſich ſeinem Volke nur immer als echter ene Lei und wahrer Menſch zeigen muß. Wenn das Volk fühlt, daß ſein Fürſt ihm ein warmes Menſchenherz entgegen trägt, giebt es ihm dafür ein warmes Herz und eine treue Liebe zurück. Zudem, fuhr er lachend fort, iſt es immer ein eigen Ding um unſere Herrlichkeit, und ich meine, daß, um uns den Verſtand nicht umnebeln zu laſſen von dem Wohl⸗ geruche der Schmeicheleien unſerer Höflinge, es für uns ſehr nothwendig