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Stadt, und ließ ſich von dem Herrn Pfarrer von dem Befinden ſeiner Gemeinde erzählen, und fragte theilnehmend nach dem Gedeihen der Fabriken, die gerade in dieſem Theil von Frankreich jetzt mächtig em⸗ por blüheten.
Alle Welt war daher entzückt von dem liebenswürdigen, tactvollen Benehmen des Fremden, und Herrn Etienne's Antlitz ſtrahlte nicht bloß von dem reichlichen Genuß des feurigen Muscat⸗Lunel, ſondern mehr noch vor Frende über die angenehmen Gäſte, welche der Zufall ihm zugeführt, und Madame Etienne's Wangen rötheten ſich, und durchaus nichts von Schwäche verrieth ihr lebhaftes, heiteres Weſen.
Das Daqjeuner war endlich beendet, und man erhob ſich von der Tafel, um jetzt zu der feierlichen Taufhandlung zu ſchreiten. Der Herr Pfarrer nahm wieder ſeine ehrwürdige Amtsmiene an, und ſchritt, von dem Caplan gefolgt, nach dem Putzzimmer hin, welches inzwiſchen in eine Art von Capelle war verwandelt worden, und in deſſen Mitte man aus einem Tiſch und einigen ſeidenen Decken, weißen Spitzen⸗ tüchern und ſchönen Blumen einen kleinen Altar errichtet hatte, auf welchem das Crucifix und das ſilberne Taufbecken ſich befanden.
Der hohe Fremde reichte der Madame Etienne den Arm, um ſie in das Putzzimmer zu führen. Sie erlauben mir doch, Madame, daß ich der heiligen Handlung als Pathe beiwohne? fragte er. Ich wünſchte es ſchon deshalb, um das Glück zu haben, Sie meine Frau Gevatte⸗ rin nennen zu dürfen.
Madame Eiienne erröthete vor Vergnügen, und nahm mit be⸗ redten Dankesworten das Anerbieten des Fremden an.
Wir werden alſo auch auf dieſe Weiſe erfahren, ſagte ſie zu ſich felber, wer und was der Fremde iſt. Ich bin gewiß, er iſt ein Graf, oder wenigſtens ein Baron.
Die heilige Handlung begann. Der Pfarrer ſtellte ſich hinter dem kleinen Altar auf und ihm gegenüber zu beiden Seiten des ſchlummern⸗ den Kindes, das die bäuerliche Amme hielt, nahmen die Taufzeugen ihre Plätze ein. 4
Eine kurze, eindringliche und herzliche Rede des würdigen Pfar⸗ rers leitete die Handlung ein, alsdann folgten die gewöhnlichen For⸗
meln der Taufe, und zuletzt wandte der Geiſtliche ſich den Taufzeugen 3*


