Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 4. Band (1857)
Entstehung
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gehe alle dieſe Bedingungen ein bis wir Paris erreicht haben. Aber dann, Leonore, dann endlich werden Sie meine heiße, demüthige Liebe belohnen. Oh, in Paris

In Paris, unterbrach ihn Leonore mit einem flammenden Blicke und einem ſeltſamen Lächeln, in Paris werden wir weiter mit einander ſprechen, und dann werde ich zu Ihnen ſprechen in einer Weiſe, wie Sie ſie niemals von mir vernommen!

Oh, Leonore, ich danke Ihnen, rief der Graf leidenſchaftlich. Dieſe himmliſche Verheißung giebt mir Kraft das Schwerſte zu ertragen und mit freudigem Muthe der Erfüllung derſelben die größten Opfer zu bringen! Gehen Sie jetzt, Leonore, und legen Sie Ihr Reiſekleid an! Der Wagen wartet ſchon lange, und die Pferde werden ermüdet wer⸗ den vom langen Stehen und uns nicht ſo ſchnell von dannen führen. Gehen Sie alſo, meine Schweſter, und beeilen Sie Sich! Ich erwarte Sie hier!

Er küßte ehrfurchtsvoll die Spitzen ihrer Finger, und ſich dann tief verneigend, trat er zurück bis an die geheime Thür. Gräfin Leo⸗ nore nickte leicht mit ihrem ſtolzen Haupte wie eine Königin, welche einen demüthigen Supplicanten aus der Audienz verabſchiedet, und ver⸗ ließ dann durch die entgegengeſetzte Thür das Kabinet.

Graf Schulenburg ſchaute ihr nach, und über ſein ſchönes Antlitz flog jetzt ein Ausdruck grauſamer Schadenfreude, kalter Ironie.

Die wilde Gräfin Eſterhazy wird alſo auch gezähmt werden, mur⸗ melte er leiſe vor ſich hin, und ich werde den Triumph haben, dieſe Zähmung zu vollbringen! Ich werde alſo meine Wette gewinnen, und was alle Cavaliere, was ſelbſt der ſchöne und reiche Fürſt Lichtenſtein vergeblich erſtrebt hat, das wird mir gelingen, ich werde dieſe wilde Tugendheldin demüthigen und zu meiner Sclavin machen! Geduld, Geduld, ſie ſoll mir den ſtolzen Uebermuth dieſer Tage ſchon büßen müſſen. Ich will es ihr erlauben, bis Paris noch die Herrin zu ſpielen, aber in Paris werde ich ſie ſchon als Sclavin zu meinen Füßen ſehen! Vraiment, es iſt ein köſtliches, pikantes Abenteuer, das mir Gott Amor zugeführt hat. Ich werde mit der ſchönſten Frau der Welt auf ihre Koſten eine herrliche Hochzeitsreiſe machen, ohne vorher das läſtige Ceremoniell einer Trauung ertragen zu müſſen, und wenn

mein mir wir mehr Gräf

ihrer trug,

ernſt ſie lo

ihm! dor hi wüthe tiſch man

des ängſt ruhig durch jetzt dem

Der in ſe