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zu ſein, aber Sie werden es doch nicht weigern können, meine Ehren und Würden mit mir zu theilen, und eines Tages werde ich das Glück haben, dieſe ſtolze Stirn mit einer Fürſtenkrone geehrt zu ſehen!
Sie ſchaute ihn an mit einem Blicke unausſprechlicher Verachtung. Noch elender und erbärmlicher iſt Ihr ſerviles Herz, als ich es dachte, ſagte ſie hoheitsvoll. Jetzt habe ich kein Mitleid, kein Erbarmen mehr mit Ihnen. Hören Sie mich, Graf Eſterhazy, ich frage Sie jetzt zum letzten Male: wollen Sie thun, um was ich Sie gebeten? Wollen Sie mit mir zur Kaiſerin gehen, und mit mir um unſere Scheidung flehen? Wollen Sie, wenn Maria Thereſia ſich weigert unſere Ehe zu löſen, mit mir nach Rom gehen, um den Statthalter Gottes anzuflehen um unſere Freiheit?
Ich will und kann Beides nicht, Leonore, ſagte der Graf ſanft. Aber ich will thun, was in meinen Kräften ſteht, um Sie glücklich und zufrieden zu machen. Nie ſollen Ihre Wünſche bei mir ein Hinderniß oder einen Widerſtand finden. Streuen Sie ungehindert Millionen um ſich her, ich werde Sie gewähren laſſen, und mich freuen, wenn ganz Oeſterreich ſtaunt über die Pracht unſerer Feſte, und den Glanz unſeres Hauſes. Ich werde ſchon Mittel finden, die Millionen zu er⸗ ſetzen, und die Kaiſerin wird mir dabei behülflich ſein, ich—
Es iſt genug, unterbrach ſie ihn ſtolz. Wir haben einander nichts mehr zu ſagen. Sie haben meiner Bitte nicht Gehör gegeben, jetzt werde ich Sie zwingen, Sich von mir zu ſcheiden. Sie werden dieſe Stunde bereuen, Herr Graf Eſterhazy, und ich will auf Ihr Wappen⸗ ſchild einen ſolchen Balken legen, daß ſelbſt die Fürſtenkrone ihn nicht hinweg ſtoßen kann! Das iſt mein letztes Wort, gehen Sie!
Graf Eſterhazy folgte ihrem Befehl nicht, ſondern näherte ſich ihr wieder, um ihre Hand zu nehmen, und ſie an ſeine Lippen zu ziehen.
Leonore entriß ſie ihm heftig, und deutete mit einer hoheitsvollen Bewegung nach der Thür hin.
Leonore, bat der Graf, zürnen Sie mir nicht! Verzeihen Sie mir, daß ich Ihnen dies ungeheure Opfer, welches Ihre Grauſamkeit von mir fordert, nicht bringen kann. Ich kann Sie nicht frei geben, ich kann Sie nicht von mir laſſen. Sie ſind die Sonne Ihres Hau⸗ ſes, und Sie werden es bleiben!


