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und Sie werden Sich an meinen Intendanten wenden, der Ihnen Ihr Gehalt anzuweiſen hat,
Herr Loéonard verbeugte ſich mit dem Stolz eines Künſtlers, der ſich bewußt iſt, daß ihm nur die Ehre widerfährt, welche ihm gebührt.
Sie werden jeden Morgen um dieſe Stunde und jeden Abend um ſieben Uhr hier ſein, das iſt Ihr ganzer Dienſt, ſagte Marie Antoinette. Im Uebrigen erlaube ich Ihnen, Ihre Zeit nach Ihrem Belieben zu verwenden, und ſo viele Damen zu friſiren, als Ihnen möglich iſt.
Ew. Majeſtät verzeihen, wenn ich mir eine Bemerkung erlaube, ſagte die Oberhofmeiſterin, ſich der Königin nähernd. Eine alte, un⸗ verbrüchliche Regel unterſagt jedem ſubalternen Beamten des königlichen Hauſes, ſeine Talente und Fertigkeiten außerdem noch für das Publi— kum zu verwenden, und der Friſeur der Königin darf daher niemals irgend eine andere Dame friſiren.
Ich erlaube es indeſſen Herrn Léonard, ſagte die Königin leicht⸗ hin. Selbſt der größte Künſtler muß einſeitig und monoton werden, wenn er ſeine Kunſt nicht viel und in den verſchiedenſten Formen übt. Herr Léonard ſoll ſich daher an den Köpfen der Damen üben, um vielſeitig zu bleiben, und ſeine Phantaſie immer rege und friſch zu erhalten!
Die Oberhofmeiſterin ſeufzte und näherte ſich wieder der Thür zu dem Empfangszimmer. Diesmal ſäumte die Königin nicht, der ſtummen
Aufforderung der Oberhofmeiſterin zu genügen, denn ſie ſelber glühte vor Verlangen, die Damen das Wunderwerk ihrer Friſur ſehen zu laſſen.
V VIII Die neuen Moden und ihre gefährlichen Folgen.
4 Ein allgemeines Murmeln des Staunens und der Bewunderung entſtand, als die Königin mit ihrem künſtlichen Haarbau und ihren wal⸗ lenden Federn in das Zimmer eintrat, und mit ſchlecht verhehltem Miß⸗


