Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Kaiser Joseph und Marie Antoinette : 3. Band (1857)
Entstehung
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meinen Enthuſiasmus. Wie die Königin der„ceinture de la reine“ zu Gunſten des Volks entſagte, ſo hatte der König eine andere für den König beſtimmte Steuer„le joyeux avénement“, mit dem ſonſt das Volk ſeinen neuen König hatte feiern müſſen, aufgehoben, und als Gegenſtück der Tabatièren mit dem Bildniß der Königin erſchien eine andere Tabatière, auf welcher man nebeneinander die Bildniſſe Lud⸗ wigs XII. und Heinrichs IV. erblickte, darunter das Portrait des jun⸗ gen Königs Ludwigs XVI., mit der Inſchrift: Les peères du peuple, XII. et IV. font XVI. Und von dieſen Tabatièren wie von denen der Königin wurden hunderttauſende verkauft, und das Volk pilgerte zu ganzen Schaaren hinaus nach La Muette, um das Gitter des Schloſſes zu umlagern, und dem jungen König die Grüße ſeiner Liebe darzubringen, oder in den Kaſten, welcher auf Befehl des Königs an der Mauer aller königlichen Schlöſſer angebracht worden, und zu wel⸗ chem der König allein den Schlüſſel führte, ſeine Bittſchriften, Beſchwer⸗ den, oder Glückwunſchadreſſen zu legen.

Der Jubelruf: es lebe der König, erſchallte von der Frühe des Morgens bis in die Nacht ununterbrochen fort, und durchhallte das Schloß La Muette wie eine köſtliche, lange nicht vernommene Muſik. Jeder ſchwelgte und träumte nur von Hoffnungen, von Glück, Reich⸗ thum, überall wurden die Symbole des Ueberfluſſes angebracht, und die Coiffuren der Frauen ſchmückten ſich mit einer Fülle von Korn⸗ ähren. Die Dichter auch feierten in hunderten von Sinngedichten den neuen Monarchen, alle Herzen, oder vielmehr alle Köpfe glühten von

einem beiſpielloſen Enthuſiasmus, und niemals hatte der Beginn einer.

Regierung ſo viele Zeugniſſe allgemeiner Liebe und Anhänglichkeit erhalten.

Aber inmitten dieſes allgemeinen Freudenrauſches bewahrte die anti⸗öſterreichiſche Partei ihr düſteres, feindliches Geſicht, und blickte, geärgert und beunruhigt von dieſem Volksenthuſiasmus, mit doppelt ſchar⸗ fen Augen auf die junge Königin hin, um mit dem boshaften Verlan⸗ gen, ihr zu ſchaden, genau Acht zu geben, ob die Jugend und Uner⸗ fahrenheit der Königin ſie nicht einige Fehler würde begehen laſſen, Fehler, welche man ausbeuten und in Verbrechen verwandeln könnte, um damit allgemach die Liebe des franzöſiſchen Volkes in Haß und

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